EC Bad Nauheim fordert Spitzenreiter

In der DEL2 empfangen die Roten Teufel den Tabellenführer von den Ravensburg Towerstars. Dabei geht es auch um den Heimnimbus der Wetterauer.

Anzeige

BAD NAUHEIM. Der Stress beginnt. Pünktlich zum Weihnachtsfest und dem anstehenden Jahreswechsel nimmt der Spielbetrieb in der Deutschen Eishockey-Liga 2 so richtig Fahrt auf. In den letzten Jahren hatte der Spiele-Marathon dabei eine besondere Bedeutung als wichtiger Fingerzeig für die Qualifikation zu den Playoffs, der um fast zwei Monate verspätete Saisonstart hat die Prioritäten diesmal allerdings etwas verschoben.

Trotzdem werden jetzt wichtige Weichen gestellt, aus Bad Nauheimer Sicht sind es immerhin neun Spiele, die die Roten Teufel bis einschließlich 12. Januar 2021 absolvieren müssen. Den Auftakt macht das heutige Heimspiel (19.30 Uhr) gegen den Spitzenreiter Ravensburg Towerstars, ehe am Samstag das Duell bei den Tigers aus Bayreuth folgt.

Wir haben mit Ravensburg noch eine kleine Rechnung offen", sagt EC-Geschäftsführer Andreas Ortwein und verweist dabei auf die 1:7-Niederlage bei den Oberschwaben im ersten Saison-Auswärtsspiel. Es ist aber nicht nur das Ergebnis aus dem direkten Duell mit den Ravensburger, das den EC-Chef derzeit gedanklich beschäftigt, sondern auch die Entwicklung der letzten Tage mit den drei Niederlagen in Folge.

Ein deutlicher Abwärtstrend? "Das würde ich so nicht sagen. Die Niederlagen sind erklärbar, wobei wir in Bietigheim trotz des 0:1 die bessere Mannschaft waren. Lediglich das 2:7 in Bad Tölz war ein richtiger Rückschlag, aber das war für uns bereits die dritte "englische Woche" hintereinander, während Bad Tölz durch die Corona-Pause ausgeruht aufs Eis kam", sagt Ortwein, der zudem den personellen Aderlass im Team vor Augen hat.

Anzeige

Mit den drei U20-Nationalspielern Simon Gnyp, Maximilian Glötzl und Julian Chro-bot, die derzeit bei der WM in Edmonton weilen, fehlen drei Spieler, die mehr sind als nur eine quantitative Auffüllung des EC-Kaders, zudem standen zuletzt Huba Sekesi, Luca Sennhenn und Freddy Cabana ebenfalls nicht zur Verfügung. Letzterer soll heute gegen Ravensburg wieder dabei sein, Luca Sennhenn wird dagegen wahrscheinlich beim Kooperationspartner Köln benötigt.

Der Gast aus Ravensburg kommt als Tabellenführer mit der Empfehlung von 28 Punkten und dem 3:1-Auswärtssieg bei den Lausitzer Füchsen nach Bad Nauheim. Trainer Rich Chernomaz hat eine sehr ausgeglichene Truppe zur Verfügung. Dennoch:. "Wir wollen unseren Heimnimbus verteidigen", sagt Geschäftsführer Ortwein. Immerhin weist der EC aus den bisherigen sechs Heimspielen eine makellose Bilanz von 18 Punkten auf.