Drei Gegentreffer in Unterzahl für Adler Mannheim

Spitzenreiter der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) kassiert bei Wolfsburg Grizzlys eine 3:5-Niederlage. Sechs Treffer der Partie fallen mit einem Mann mehr auf dem Eis.

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WOLFSBURG. Angefühlt hat sich die Partie bei den Grizzlys Wolfsburg für die Mannheimer Adler wie ein Heimspiel. Per Sonderzug waren die Fans des Spitzenreiters der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) ihrer Mannschaft nach Niedersachsen hinterher gereist. Wegen zu vieler Unzulänglichkeiten und Pfostentreffern mussten sich die Mannheimer beim Comeback von Torwart Dennis Endras letztlich aber mit 3:5 (2:1, 0:2, 1:2) bei den Wolfsburgern geschlagen geben.

Bis Sonntagnachmittag war das Überzahlspiel der Grizzlys in der DEL nicht unbedingt gefürchtet. Gegen die Adler ließ es das Ex-Team von Mannheims Trainer Pavel Gross mit einem Mann mehr auf dem Eis aber ordentlich krachen. In der siebten Minute brachte Jeff Likens die Hausherren mit einem Mann mehr auf dem Eis in Führung. Auch die Tore zum 2:2 durch Brent Aubin (28.) und 3:2 durch Daniel Sparre (31.) fielen für die Niedersachsen in Überzahl.

Die Mannheimer spielten im Powerplay ebenfalls gefällig. Joonas Lehtivuori (13.) zum 1:1 und Andrew Desjardins (19.) zum zwischenzeitlichen 2:1 der Gäste trafen in Überzahl. Ansonsten ließen die Mannheimer lange die letzte Konsequenz vermissen. David Wolf traf zweimal den Pfosten.

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Im dritten Abschnitt fiel durch die Mannheimer das Tor bei Gleichzahl auf dem Eis. David Wolf arbeitete die Scheibe über die Linie, aber die Unparteiischen versagten dem Treffer wegen Torhüterbehinderung die Anerkennung. Die Adler durften erneut in Überzahl ran und nutzten das zum sechsten Treffer dieser Begegnung mit einem Mann mehr auf dem Eis – Markus Eisenschmid traf zum 3:3 (52.). Es kam aber, wie es kommen musste: Der erste Treffer bei Gleichzahl auf dem Eis brachte die Entscheidung. Nickolas Latta markierte das 4:3 für die Hausherren (56.), den noch für die Statistiker wichtigen Schlusspunkt setzte Sebastian Furchner eine Sekunde vor Ende ins leere Tor.

Am Freitagabend hatten die Mannheimer die Länderspielpause standesgemäß beendet und beim ERC Ingolstadt einen 6:1-Sieg eingefahren. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten nach der Pause kamen die Mannheimer nach zehn Minuten immer besser ins Rollen. Der Sieg stand nach 36 Minuten beim Stand von 5:0 längst fest.

Von Philipp Sémon