Adler zehren vom Blitzstart

Überrumpelt: Chad Kolarik (vorne links) dreht nach dem frühen 3:0 durch Markus Eisenschmid jubelnd ab. Foto: Alfred Gerold

Mannheim führt in der DEL nach siebeneinhalb Minuten 3:0 gegen Straubing. Am Ende führt eine gewisse Sorglosigkeit dazu, dass es noch mal spannend wird.

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MANNHEIM. Die Mannheimer Adler haben in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) den nächsten Sieg eingefahren. Aufgrund eines Blitzstarts war die Heimpartie in der SAP Arena am Sonntagabend gegen die Straubing Tigers eigentlich nach siebeneinhalb Minuten entschieden. Denn zu diesem frühen Zeitpunkt führte der Spitzenreiter bereits mit 3:0. Am Ende stand es 6:3 (4:1, 1:1, 1:1) für die Gastgeber.

Vor der Partie hatten die Adler bekannt gegeben, dass Jungadler-Torhüter Jonas Gähr mit einer Profi-Lizenz ausgestattet worden ist. Aufgrund der Verletzung von Dennis Endras und dem krankheitsbedingten Ausfall von Mirko Pantkowski musste der erst 17-jährige Esslinger als Backup von Chet Pickard fungieren. Gähr durchlief die Nachwuchsabteilungen des SC Bietigheim-Bissingen, ehe er zur Saison 2017/18 nach Mannheim zu den Jungadlern wechselte. Für den DNL-Rekordmeister absolvierte er bislang erst 20 Partien in Deutschlands höchster Nachwuchsliga. Außerdem fehlte Moritz Seider angeschlagen. Dafür war Markus Eisenschmid wieder mit von der Partie und steuerte gleich den Treffer zum 3:0 bei (8.). Die Adler machten zu Beginn der Partie kurzen Prozess mit den Gästen. Nach zwei Minuten und 36 Sekunden zappelte die Scheibe bereits im Straubinger Netz. Tommi Huhtala hatte getroffen. Gut eine Minute später war es David Wolf, der das Ergebnis knochentrocken ausbaute (4.). Sven Ziegler brachte schließlich auch die Gäste aufs Scoreboard (11.), aber Matthias Plachta (18.) stellte noch vor der ersten Pause den Drei-Tore-Abstand wieder her, der auch nach der zweiten Sirene Bestand haben sollte. Im Mittelabschnitt sorgten Garret Festerling (26.) und Marcel Brandt (28., verspätet per Videobeweis im Powerbreak festgestellt) für Gleichstand. Spannung kam im Schlussabschnitt spätestens mit Antoine Laganieres Treffer zum 3:5 (48.) noch mal auf, auch weil die Adler zu sorglos agierten. Die Hausherren brachten die Partie dann aber doch relativ sicher nach Hause. 16 Sekunden vor Schluss traf Huhtala ins leere Tor.