Adler wollen Knoten lösen

Nach der Heimpleite gegen München (links Yannic Seidenberg) soll für Mannheim (Marcus Kink) gegen den Letzten ein Sieg her. Foto: dpa  Foto: dpa

Das war bislang noch nicht so viel, was die Mannheimer Adler nach der Deutschland-Cup-Pause zustande gebracht haben. Aufgrund zahlreicher Verletzter war die Unterbrechung im...

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MANNHEIM. Das war bislang noch nicht so viel, was die Mannheimer Adler nach der Deutschland-Cup-Pause zustande gebracht haben. Aufgrund zahlreicher Verletzter war die Unterbrechung im Spielbetrieb der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) zwar von den Kurpfälzern herbeigesehnt worden, so richtig gut getan scheint sie ihnen allerdings nicht getan zu haben. In drei Spielen danach gab es drei Niederlagen, die letzte am Dienstag vor eigenem Publikum gegen den amtierenden Deutschen Meister aus München (1:4).

„Wir müssen jetzt eine Reaktion zeigen“, tat Verteidiger Niki Goc nach dem Donnerstagtraining die Meinung kund, die rund um die Adler-Kabine vorherrschte. Denn sollte es auch gegen den Tabellenletzten Straubing Tigers (Freitag, 19.30 Uhr, SAP Arena) nicht mit einem Sieg klappen, würde wohl auch die Geduld des ein oder anderen Anhängers zur Überstrapazierung neigen. „Wir müssen bereit sein und kämpfen“, fordert Goc deshalb.

Doch warum läuft die Maschine nicht rund bei den Adlern? Klar, die vielen Verletzten sind immer noch das Thema Nummer eins. „Ich bin auch müde, andauernd darüber zu sprechen“, klagt Cheftrainer Sean Simpson. Doch genau das musste er nach der Einheit am Donnerstagmorgen wieder tun, schließlich hatte sich vergangenes Wochenende zu den ohnehin schon reichlich Lädierten auch noch ein Magen-Darm-Virus in die Kabine geschlichen, so dass etliche Profis nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte waren. Das Ergebnis daher auch: ernüchternd.

Nun soll es an diesem Wochenende besser werden. Doch zunächst muss Simpson seine Ausfallliste durchgehen: Carlo Colaiacovo, David Wolf, Marcel Goc, Ryan MacMurchy und Andrew Desjardins fallen definitiv aus. MacMurchy hat am Donnerstag zumindest wieder auf dem Eis gestanden, allerdings ohne Körperkontakt. Denis Reul meldete sich gesund zurück, genauso wie das Torhütergespann Dennis Endras und Chet Pickard, das wieder mittrainierte. Bei allen Drei wollte Simpson aber noch nicht allzu optimistisch sein, schließlich war direkt nach Trainingsende noch nicht klar, wie die Rückkehrer die Einheit vertragen würden, ob sich die Verletzung nicht etwa doch wieder melden würde. Das letzte Wort dürften am Freitag die Mitglieder der medizinischen Abteilung haben. Wer also das Adler-Tor hüten wird, diese Entscheidung fällt kurzfristig. „Es war eine Einheit auf dem Eis, das ist nicht so viel“, sagte Dennis Endras.

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Doch nicht nur die Verletzten drücken auf die Stimmung. „Dass wir zu wenig Tore schießen, macht mir natürlich auch Sorgen“, sagt Headcoach Simpson. Auch im Powerplay läuft nicht viel zusammen. In den letzten acht Partien erzielten die Adler nur drei Mal mehr als einen Treffer, aber niemals mehr als zwei. „Wir müssen mal wieder vier oder fünf schießen“, wünscht sich Matthias Plachta, den Knoten zu lösen. Der Stürmer weiß aber: „Das Meiste wird im Kopf entschieden.“