Adler Mannheim "verpennen" den Start

Die Adler Mannheimer müssen im ersten Halbfinal-Playoff-Spiel gegen die Eisbären Berlin eine Niederlage hinnehmen. Der Siegtreffer für die Hauptstädter fällt in der Verlängerung.

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BERLIN. Die Adler Mannheim sind am Mittwoch knapp am ersten Sieg in der Playoff-Halbfinalserie gegen die Eisbären Berlin vorbeigeschrammt. Die Mannschaft von Trainer Bill Stewart verlor beim Hauptrundenmeister der Deutschen Eishockeyliga (DEL) 3:4 (1:2, 1:1, 1:0, 0:1) nach Verlängerung. Am Freitagabend empfangen die Adler die Berliner im zweiten Halbfinale um 19.30 Uhr. Spiel drei ist am Sonntag um 17 Uhr wieder in Berlin. "Leider haben wir den Start verpennt, sind früh mit 0:2 in Rückstand geraten. Aber danach haben wir unser Eishockey gespielt", befand Adler-Angreifer Tim Wohlgemuth.

Giovanni Fiore erzielte in Berliner Überzahl das 1:0 (8.). Jonas Müller erhöhte wenig später auf 2:0 (12.). Die Adler kamen aber kurz vor Ende des ersten Drittels zum 1:2 (18.) durch Andrew Desjardins. Für Teamkollege Matthias Plachta, der das Zuspiel gab, war es zugleich der 335. Scorerpunkt. Damit stellte er den Adler-Rekord von Christoph Ullman ein. Im zweiten Abschnitt waren die Adler dann spritziger. Jason Bast traf zum Ausgleich - 2:2 (23.). Die Adler nutzten dann gute Chancen nicht; Berlin ging wieder in Führung. Yannick Veilleux schloss einen Berliner Konter zum 3:2 (34.) ab. Im Schlussdrittel waren die Mannheimer wieder das bessere Team. Tim Wohlgemuth überwand den starken Berliner Torwart Mathias Niederberger zum 3:3 (47.). In der Verlängerung erzielte Manuel Wiederer den Siegtreffer für Berlin zum 4:3 (72.).

"Beide Teams haben mit Leidenschaft gespielt", meinte Stewart. Adler-Sürmer Matthias Plachta erklärte: "Letztendlich hat ein Glücksmoment in der Overtime das Spiel entschieden. Am Freitag müssen wir von Beginn an bereit sein und mehr Druck aufs Tor ausüben."

Tore: 1:0 Fiore (07:16), 2:0 Müller (11:15), 2:1 Desjardins (17:27), 2:2 Bast (22:48), 3:2 Veilleux (33:17), 3:3 Wohlgemuth (46:54), 4:3 Wiederer (71:47). - Schiedsrichter: Rohatsch (Lindau)/Wilk (USA).- Strafminuten: 8 -29. -Zuschauer: 9418.- Beste Spieler: Fiore, Niederberger - Wohlgemuth, Brückmann.