Adler Mannheim siegen zum Jahresabschluss

Das letzte Ader-Tor des Jahres 2018 geht auf das Konto von Phil Hungerecker. Foto: Alfred Gerold

Der Tabellenführer der Deutschen Eishockey-Liga findet gegen Bremerhaven nach zwei Niederlagen in Serie wieder in die Spur und gewinnt 4:1.

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MANNHEIM. Zum Jahresausklang haben die Mannheimer Adler in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) noch einmal drei Zähler aufs Punktekonto geschaufelt. Gegen die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven sicherte sich der Tabellenführer einen 4:1 (1:0, 1:1, 2:0)-Erfolg. Der war allerdings schwer erkämpft, weil auch der Tabellensechste in der SAP Arena vor 13 178 Zuschauern munter mitspielte.

Bremerhaven versuchte direkt, die Mannheimer nach deren zwei Niederlagen in Serie unter Druck zu setzen. Die erste dicke Chance ließ Brock Hooton liegen, als er per Rückhand das leere Tor verpasste. Noch enger wurde es für die Mannschaft von Headcoach Pavel Gross, als Will Weber etwas zu genau zielte und die Latte traf. Aber auch die Adler trugen ihren Teil dazu bei, dass sich ein gutes Spiel entwickelte. David Wolf hatte die erste Gelegenheit für die Hausherren, den Nachschuss konnte Nicolas Krämmer nicht im Kasten unterbringen.

Zweimal Luke Adam, zweimal Videobeweis

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Noch im ersten Abschnitt war es dann Luke Adam, der den Knoten löste und für die Mannheimer Führung sorgte (14.). Die Schiedsrichter benötigten zwar den Videobeweis, winkten den Treffer letztlich aber durch. Moritz Seider verpasste die Chance, auf 2:0 zu stellen. Das holte dann nach der ersten Pause erneut Adam nach. Das zweite Mannheimer Tor war dabei nicht nur eine Kopie des ersten Treffers, weil es ganz ähnlich herausgespielt war. Denn erneut benötigten die Unparteiischen die Bewegtbilder, um auf Tor zu entscheiden (26.).

Doch Bremerhaven schüttelte sich nur kurz und arbeitete sich zurück in die Partie. In Überzahl gelang Jan Urbas der Anschlusstreffer (32.). Fischtown witterte Morgenluft, setzte die Hausherren früh unter Druck. In einer weiteren Überzahlsituation wollte es Urbas aber zu genau machen und traf nur den Pfosten.

Mit der Führung im Rücken ließen die Adler im letzten Abschnitt dann nichts mehr anbrennen. Markus Eisenschmid zeigte, wie man ein Powerplay effizient nutzen kann. Drei Sekunden waren von der Bremerhavener Strafe gerade abgelaufen, als die Torsirene anschlug: Bullygewinn, Schuss aus der Drehung, Tor (45.). Die Partie war damit entschieden, den Schlusspunkt setzte Phil Hungerecker nach einem klasse Pass von Cody Lampl (54.).

Am Freitag hatte es für die Adler noch die zweite Niederlage in Serie gesetzt. Bei den Krefeld Pinguinen mussten sich die Mannheimer 4:5 geschlagen geben. Der entscheidende Gegentreffer zur Niederlage fiel in buchstäblich letzter Sekunde. Weiter geht es für den Spitzenreiter im neuen Jahr mit einem Heimspiel. Am Mittwoch, 2. Januar, gastiert mit den Grizzlys Wolfsburg ab 19.30 Uhr das Ex-Team von Pavel Gross in der SAP Arena.

Von Philipp Sémon