Zwischen ganz oben und unten: Ungewissheit vor der Runde

David Heinrich (Dritter von links) hält auch in dieser Saison die Ansprachen bei Oberligist SKG Roßdorf. Primäres Ziel ist der "frühzeitige Klassenerhalt". Archivfoto: Peter Henrich

Basketball: Am kommenden Wochenende starten auch die Oberligisten in die Saison. Die Zielsetzungen der fünf südhessischen Teams sind dabei völlig unterschiedlich.

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SÜDHESSEN. Südhessen. Nachdem die beiden Regionalligateams der SG Weiterstadt bereits am vergangenen Wochenende in die Saison gestartet sind, geht es im Basketball jetzt auch in der Oberliga los. Fünf Teams aus der Region sind im Rennen, auf vier warten Heimspiele.

Die Männer der SKG Roßdorf empfangen am Samstag um 17.15 Uhr den BC Wiesbaden in der Günther-Kreisel-Halle. Eine Mannschaft, die sie in der Vorsaison zweimal geschlagen haben. Doch erwartet Trainer David Heinrich nun "ein deutlich besser besetztes BCW-Team". Zudem kann er nicht mehr auf Topscorer Lukas Janott zurückgreifen, den es mit seinen 20 Jahren nach Langen in die Erste Regionalliga gezogen hat. "Ein herber Schlag", sagt Heinrich, der aber froh ist, dass Janott der SKG zumindest als Jugendtrainer erhalten bleibt.

Dem Abgang von Janott stehen mehrere Neuzugänge gegenüber. Mit Tyrone McLaughlin und Julian Lexa kehrten zwei Spieler zurück, die beide bei Heinrich ihre ersten Schritte im Aktivenbereich machten, die sie dann zwischenzeitlich bis in die 1. Regionalliga beim VfL Bensheim führen sollten. Mit Carlos Zapata konnte noch ein Innenspieler gewonnen werden, der die dünne Situation unter dem Korb verbessert. Zudem rückten Manuel Heinze und Paul Riermeier aus der zweiten Mannschaft auf. Zum Rundenauftakt müssen die "Torros", deren primäres Ziel der frühzeitige Klassenerhalt ist, allerdings auf Moritz Heßler (Kreuzbandriss), Simon Marx (verletzt) und Julian Lexa (umgeknickt) verzichten.

In der neuen Saison treffen die Roßdorfer auch auf Lokalnachbar TV Babenhausen, der den Sprung aus der Landesliga ins hessische Oberhaus geschafft hat. Nach dem Aufstieg ist es den "Wizards" erst einmal wichtig, "in der Liga anzukommen und zu versuchen, die Klasse zu halten", wie Thomas Hüter betont.

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Dabei kann der TVB-Coach über Verstärkung berichten. So fand sich mit Tim David Schrädt ein Regionalliga-erfahrener Neuzugang aus Langen; darüber hinaus wechselte Tom Auer vom Landesligateam des TV Langen nach Babenhausen. Und schließlich kam zum Ende der Vorbereitung mit Amil Klisura unerwartet ein hochkarätiger Flügelspieler dazu, der unter anderem in der ProB und später in der Zweiten und Dritten Liga Österreichs gespielt hat. In den vergangenen Jahren war er für Kronberg, die Gießen Pointers und für Langen in der 1. Regionalliga aktiv. Wenn es am Sonntag um 18 Uhr mit einem Heimspiel gegen den MTV Gießen (Sporthalle Gesamtschule) in die neue Runde geht, ist Klisura allerdings nicht dabei. Wie Hüther sagt, "hat er schon lange Familienurlaub geplant. Das geht vor." Jendrik Glawion fehlt ebenfalls. Auf Noah Mann müssen die "Wizards" dagegen künftig ganz verzichten: Nach vielen Jahren ist er aus beruflichen Gründen zum EOSC Offenbach gewechselt. Außerdem steht Adrian Kürten nicht zur Verfügung.

Derweil starten Babenhausens Frauen am Sonntag um 15.45 Uhr zuhause gegen den BC Wiesbaden mit einem neuen Trainer in die Oberliga. Nach dem Ausscheiden von Stefan Schüttler und Rolf Zehlen übernahm Markus Kühn, der zuletzt die Regionalliga-Männer von Frankfurt-Griesheim betreut hat und nun zum TVB zurückgekehrt ist, die Regie. Mit Victoria Isensee, beim SC Bergstraße schon mal in der Oberliga aktiv gewesen, kam Verstärkung dazu. Außerdem soll in einer Kooperation mit Seligenstadt dortigen Spielerinnen ermöglicht werden, mit Doppellizenz bei den TVB-Frauen Erfahrung zu sammeln. Als Zielsetzung nennt Kühn primär den Klassenerhalt "und dass man als Team zusammenwächst, die Neuzugänge sowie Jugendspieler gut einbindet und Spaß am Spiel hat".

Während auch die zweite Mannschaft der SG Weiterstadt in der Oberliga an den Start geht und am Sonntag um 18 Uhr den TSV Krofdorf-Gleiberg in der Adam-Danz-Halle begrüßt, sind die Frauen der BG Darmstadt-Roßdorf am Samstag um 17.15 Uhr bei der FTG Frankfurt gefordert. Nach dem Abstieg aus der Regionalliga hofft BG-Coach Harald Roth, vorne mitmischen zu können: "Ziel sind die Top Drei."

Von Gabi Wesp-Lange