Hyundai Santa Fe

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Es hat etwas Beruhigendes, ja geradezu Vertrauensbildendes, wenn unmittelbar nach dem Einschalten der Zündung in Sekundenschnelle eine Art Scanner eine visuelle...

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. Es hat etwas Beruhigendes, ja geradezu Vertrauensbildendes, wenn unmittelbar nach dem Einschalten der Zündung in Sekundenschnelle eine Art Scanner eine visuelle Systemüberprüfung vornimmt und dem Fahrer vermittelt: Alle Maschinen laufen. Ein wenig ins Wanken gerät die Sache mit der Vertrauensbildung erst an der Zapfsäule, wenn der Hyundai Santa Fe – zu deutsch: „Heiliger Glaube“ – statt der versprochenen 6,3 l/100 km (Drittelmix laut Werksangabe) plötzlich fast neun Liter Diesel geschluckt hat. Und das, ohne die Maschine im Testbetrieb über Gebühr beansprucht zu haben.

Karosserie & Innenraum

Wer unter Platzangst leidet, der muss sich schon im „kleinen“ Santa Fe keine Sorgen machen. 15 Zentimeter kürzer als die Grand-Version bietet unser sportlich-elegantes Testfahrzeug mit seinen stylischen Ecken und Kanten auch im Fond jede Menge Beinfreiheit, ohne dass sich die Mitreisenden bei der Wahl ihres Gepäcks einschränken müssen. 534 l Kofferraumvolumen, das sich im Bedarfsfall bis auf 1680 l erweitern lässt, sprechen für sich.

Fahrleistung & Fahrverhalten

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So bequem es sich hat Platz nehmen lassen, so entspannt ist die Fahrt. Dabei überzeugt der Santa Fe längst nicht nur auf längeren Autobahnstrecken, sondern auch im täglichen Stadtverkehr. Und: findet – trotz seiner stattlichen Ausmaße – dank perfekt funktionierender Rückfahrkamera in (fast) jeder Parklücke Platz.

Serienausstattung & Extras

Beste Verarbeitung und eine Topqualität bei der Auswahl der Materialien – die Zeiten, als koreanische Autos hierzulande vornehmlich als „Billig-Importe“ punkteten, gehören längst der Vergangenheit an. Die Ausstattung unseres Testfahrzeugs erfüllt die Ansprüche an eine gehobene Mittelklasselimousine.

Geldwert & Umwelt

38 350 Euro Grundpreis sind – zugegeben – allerdings auch kein Pappenstiel, und an der Tankstelle wird (siehe oben) der Geldbeutel auch nicht wirklich geschont. Kleiner Tipp: Die über 900 Seiten dicke, in 13 Sprachen abgefasste Navigationsleitungen aus dem Handschuhfach einfach daheim lassen. Schafft nicht nur zusätzlichen Platz, sondern spart auch noch überflüssiges Gewicht. Die vergleichsweise knapp gehaltene Betriebsanleitung für den Santa Fe selbst (750 Seiten auf deutsch), sollte dagegen stets mitgeführt werden: Allein schon um zu erfahren, wie der Tankdeckel zu entriegeln ist…

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Urteil & Fazit

Wer sich für einen SUV wie den Santa Fe entscheidet, und dafür gibt es (siehe oben) viele gute Gründe, bei dem sollte vorrangig reisen statt rasen angesagt sein. (Anmerkung zu den Verbrauchsangaben: Hyundai hat inzwischen im Rahmen eines Facelifts Verbrauch und CO2-Ausstoß bei gleicher Motorenleistung reduziert).

Von Getestet von Rolf Lehmann