Fahrbericht: Insignia-Kombi von Opel – groß und genügsam

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Foto:  Opel

Der Opel Insignia wurde schon zu Zeiten gebaut, als das Unternehmen noch eine GM-Tochter war. Wie schlägt sich das Flaggschiff der Rüsselsheimer in der neuen PSA/Stellantis-Zeit??

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. Für manche ist der Opel Insignia, der in Rüsselsheim gebaut wird, schlichtweg altes Eisen. Schließlich stammt er aus der GM-Ära. Und passt damit nicht mehr recht in die neue PSA/Stellantis-Welt und die Elektrifizierungsstrategie. Dennoch ist der große Opel weiter am Markt – und besser als je zuvor?

Karosserie & Innenraum

Wer partout nicht auf einen SUV abfährt, der ist mit großen Kombis noch immer gut bedient. Womit der Insignia ins Spiel kommt. Selbst wenn sich optisch bis auf die neue Front nichts getan hat – unverändert stattlich und modern steht der Wagen da. Und die LED-Lichttechnik stellt andere in den Schatten. Das Platzangebot ist üppig in Reihe eins und zwei. Und natürlich im Laderaum mit 560 Litern im Normalzustand sowie 600 Kilo Zuladung. Dass das Cockpit nicht jedem Digital-Firlefanz nacheifert, ist sympathisch, selbst wenn das Infotainment- und Navi-System etwas angestaubt ist. Die Verarbeitung ist top. Nicht unser Ding sind die hochgelobten AGR-Sitze (Aktion Gesunder Rücken). Auf Langstrecken haben wir schon Besseres erlebt.

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Fahrleistung & Fahrverhalten

Diesel? Diesel! Der neue, saubere Zweiliter-Selbstzünder mit 128 kW/174 PS kann zwar sein Arbeitsprinzip akustisch nicht verleugnen. Ist aber insgesamt recht leise. Und erfreut mit kraftvoller Leistungsentfaltung und guter Elastizität. Rund acht Sekunden bis 100 und 223 km/h Spitze, das sollte passen, wenn man es denn braucht. Statt des manuellen Sechsganggetriebes in unserem Testexemplar aber würden wir die Achtgangautomatik bevorzugen. Der Fronttriebler liegt stets satt auf der Straße und glänzt mit einem Spitzenfahrwerk – traditionell eine Opel-Spezialität. Präzise arbeitet die Lenkung. Dieser Wagen ruht quasi in sich selbst.

Serienausstattung & Extras

Die Ausstattung als Business Elegance umfasst erfreulich unaufdringliche Assistenzsysteme, Rückfahrkamera, schlüssellosen Zugang, automatische Heckklappe, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, LED-Licht und sogar ein Sicherheitsnetz. 37 675 Euro sind dafür ein fairer Preis, zumal der TÜV-Report dem Wagen Bestnoten ausstellt, was für hohe Produktqualität steht.

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Geldwert & Umwelt

Über 1000 Kilometer Reichweite zeigt der Bordcomputer an. Was in Elektro-Zeiten ungemein beruhigt und für Außendienstler und reisefreudige Familien wichtig ist. Ebenso wie die mit Adblue erreichte Abgasnorm Euro-6d. Durch den 62-Liter-Tank und nur 5,7 Liter Verbrauch wird der 1,7 Tonnen schwere Insignia zum Kilometerfresser und Dauerläufer.

Urteil & Fazit

Dieser Kombi gehört zu den wohl am meisten unterschätzten Modellen am Markt. Dabei ist das ein formschönes, ausgereiftes Fahrzeug mit viel Platz und perfekten Langstreckenqualitäten.

Von getestet von Achim Preu