70 Prozent Qashqai, 30 Prozent SUV

Der neue X-Trail vereint Designelemente des Crossovers Qashqai mit den üblichen Eigenschaften eines SUV-Modells – und wird so zu einem Crossover-SUV.Foto: Nissan  Foto: Nissan

Welches ist eigentlich hierzulande der derzeit erfolgreichste japanische Autoanbieter? Wer bei der Antwort auf diese Frage spontan auf den „Nichts ist...

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BRÜHL. Welches ist eigentlich hierzulande der derzeit erfolgreichste japanische Autoanbieter? Wer bei der Antwort auf diese Frage spontan auf den „Nichts ist unmöglich“-Hersteller tippt, liegt falsch. Tatsächlich hat Nissan dem Konkurrenten Toyota den Schneid abgekauft und führt in Deutschland die Zulassungsstatistik der Anbieter aus Nippon an. Es ist dabei eher unwahrscheinlich, dass sich die Kräfteverhältnisse allzu schnell wieder umkehren. „Nissan gehört in Deutschland zu den Gewinnermarken“, sagt Pressesprecher Michael Bierdümpfl. Der Absatz sei zwischen Januar und Oktober gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 12,1 Prozent gestiegen, der Marktanteil liege inzwischen bei 2,2 Prozent.

Der neue X-Trail vereint Designelemente des Crossovers Qashqai mit den üblichen Eigenschaften eines SUV-Modells – und wird so zu einem Crossover-SUV.Foto: Nissan  Foto: Nissan
Der neue X-Trail vereint Designelemente des Crossovers Qashqai mit den üblichen Eigenschaften eines SUV-Modells – und wird so zu einem Crossover-SUV.Foto: Nissan  Foto: Nissan

Besondere Erfolge erzielt Nissan mit den Crossover-Modellen Qashqai und Juke – und mit dem X-Trail. Letzterer sei, so Nissan-Produktspezialist Cristiano Ferreira, das Beste aus zwei Welten, habe zu 70 Prozent Crossover-Gene in sich, die mit 30 Prozent SUV-Bestandteilen angereichert würden. Dabei sei das Modell seit dem Generationswechsel mehr als eine Mischung aus Qashqai und altem X-Trail: „Der Wagen trägt einen Touch Premium in sich“, sagt Ferreira.

Jetzt bekommt die Motorenpalette des X-Trail Zuwachs. Nissan verbaut in dem Crossover-SUV als neues Einstiegstriebwerk ein 120 kW/163-PS-Benzineraggregat. Der bereits aus dem Qashqai bekannte Turbomotor 1.6 DIG-T beschleunigt den X-Trail in Verbindung mit Frontantrieb und Sechsgang-Schaltgetriebe in 9,7 s aus dem Stand auf 100 km/h. Erst bei 200 km/h kommt die Tachonadel beim weiteren Gasgeben zur Ruhe. Zumindest im EU-Testzyklus erweist sich der X-Trail als besonders genügsam: Ab 6,2 l Super reichen, um das Fahrzeug 100 km weit zu bewegen, was einem CO2-Ausstoß ab 145 g/km entspricht.

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Mit dem neuen Triebwerk ausgerüstet ist der X-Trail jetzt ab 24 750 Euro (Ausstattungslinie Visia) zu haben. Allerdings: Wer den Crossover-SUV als Benziner mit Allradantrieb fahren will, beißt jetzt – und wohl auch in Zukunft – bei Nissan auf Granit. Die bei den Japanern All-Mode genannte 4x4-Variante bleibt den Modellen mit Selbstzünder-Triebwerk (1.6 dCi mit 96 kW/130 PS, ab Ausstattungslinie Acenta mit 4x4 für 32 200 Euro, X-Trail mit gleichem Motor mit Frontantrieb in Ausstattungslinie Visia ab 27 200 Euro) vorbehalten. Bei einem erwarteten Benziner-Anteil von 15 Prozent lohne sich hier, so Bierdümpfl, aus Volumengründen die Produktion eines 4x4-DIG-T nicht, denn nur ein geringer Teil in der Benzinerfraktion würde sich gleichzeitig auch für die Allradvariante entscheiden.