Smart setzt den Stadtfloh (wieder) unter Strom

aus Im Auto Mobil

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Grüne Ausfahrt ins Grüne: Der smart electric drive fährt - wie alle Stromer - lokal emissionsfrei. Foto: Smart

Ein weiteres ganz normales Elektroauto? Ja und nein. Natürlich handelt es sich beim Smart electric drive um die Stromer-Variante des erfolgreichen Stadtflohs. Smart begleitet...

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. Wenn die Hersteller anderer E-Fahrzeuge um jeden Kilometer Reichweite ihrer Stromer kämpfen, kann sich Rouven Ramp einigermaßen entspannt zurücklehnen. „Die Reichweite ist für die meisten unserer Kunden nicht das entscheidende Kaufkriterium“, sagt der Produktmanager für den neuen Smart electric drive. Während bei anderen Elektromodellen die Interessenten schon fragen, wie es sich denn mit einer Langstreckenfahrt verhalte, macht sich der typische Smart-Fahrer auch bei den Wagen mit konventionellem Antrieb nicht unbedingt auf die große Reise. Warum sollte man sich dann also bei der Strom-Ausführung des Cityflohs entsprechende Gedanken machen? „Der Durchschnittseuropäer ist mit seinem Wagen 35 Kilometer am Tag unterwegs“, so Rouven. Bei diesen Strecken reicht es, den Smart nach drei, vielleicht sogar nach vier Tagen wieder mit der Steckdose zu verbinden. Denn die Normreichweite des kleinsten Mercedes hat sich bei Generationswechsel von 145 auf 160 Kilometer erhöht.

Meist der Zweitwagen in der Familie

Und was ist dann mit dem vielzitierten Besuch vom Rhein-Main-Gebiet aus bei Oma Hilde in Hamburg? Ramp sieht auch da kein Problem: „Der Smart ist bei den meisten unseren Kunden eher der Zweit-, manchmal sogar der Drittwagen in der Familie. Da wird für die Fahrt zu Tante Hilde ohnehin ein anderes Fahrzeug genommen – oder man wechselt zu anderen Verkehrsmitteln. Die Elektrifizierung des Smart, da ist sich der Produktmanager sicher, stellt einen absolut logischen Schritt dar, besonders, wenn es mit der Infrastruktur vorangeht. Als Kleinstwagen hat der City-Floh einen vergleichsweise geringen Stromverbrauch und kann entsprechend schnell wieder aufgeladen werden, beim Einkaufen, während des Kinobesuchs oder beim Sport. An der Schnellladestation sind in 45 Minuten 80 Prozent der Akku-Maximalkapazität erreicht.

Stromer in allen drei Smart-Varianten erhältlich

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Die wesentliche Neuerung beim Smart electric drive, den es übrigens in allen drei Varianten Fortwo, Forfour und Cabrio geben wird, bezieht sich auf die Batterie. Wurde diese bislang geliehen, wofür eine monatliche Rate fällig wurde, kauft man nun den Stromer samt Energiespeicher. Bedenken, dass der Akku verschleißt, braucht der Kunde dabei nicht zu haben. Smart gewährt eine Garantie von acht Jahren oder maximal 100.000 Kilometer auf die Batterie. Obwohl die Batterie nun mitgekauft werden muss, bleibt der elektrische Smart einer preisgünstiger Stromer, ist ab 21.940 Euro zu haben. Dank der staatlichen Prämie und der des Herstellers können von diesem Preis, so Ramp, 4380 Euro gleich wieder abgezogen werden. Hinzu käme die zehnjährige Kfz-Steuerbefreiung in Deutschland. Last not least gebe so, so der Prdouktmanager, auch zahlreiche Möglichkeiten, den Wagen zum Nulltarif aufzuladen. Und selbst wenn nicht: Bei einem Verbrauch von 12,9 kWh pro 100 Kilometer entspricht das bei einem durchschnittlichen Strompreis von 28,69 Cent pro Kilowattstunde einem Preis von weniger als vier Euro pro 100 Kilometer für den „Treibstoff“.

Paketbote liefert in den Kofferraum

Und dann kann man beim Smart, egal, ob elektrisch oder konventionell betrieben, in naher Zukunft durch Teilen des Fahrzeugs noch die monatlichen Fixkosten senken. Ramp: „Unter dem Mantel ,Ready to‘ entwickeln wir zahlreiche innovative Konzepte, die einen Smart weiter aufwerten.“ Furore habe beispielsweise schon Ready to drop gemacht, bei dem der Paketbote seine Sendungen im Kofferraum des Empfänger-Smart ablegt. Nun arbeite man unter anderem an einem Dienst, mit dem der Smart-Besitzer einen eigenen Carsharingdienst aufbauen könne. Dazu müsse man lediglich eine Connectivity-Box (wie sie aus den Car2Go-Fahrzeugen bekannt ist) in das Fahrzeug integrieren und definieren, wer (Nachbarn, Freunde) Zugang zum Wagen haben soll. Den Terminkalender und das Fahrtenbuch verwaltet eine App, bei der Preisgestaltung macht Smart Vorschläge. Denkbar sei natürlich auch, diese Micro-Carsharinganbieter miteinander zu vernetzen.