Premium-Hersteller bitten bei Navis zur Kasse

aus Im Auto Mobil

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Wer ein eingebautes Navi zu seinem Neuwagen dazu ordert, bekommt zwar komfortable Geräte mit einem großen Funktionsumfang, dafür aber ist der Aufpreis alles andere als gering. Foto: BMW

Wollen Sie Ihr neues Auto mit eingebautem Navigationsgerät bestellen? Dann holen Sie am besten tief Luft, bevor Sie in den Preislisten blättern. Für das, was die teuersten...

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. Eine Weile sah es so aus, als würde sich bei Navigationsgeräten die Geschichte in abgewandelter Form wiederholen. Genauso, wie es über einen gewissen Zeitraum üblich war, ein Neufahrzeug mit eingebautem Radio (und später, ui!, mit Kassettenrekorder) zu kaufen, machten anfangs viele Kunden fast automatisch bei der Option "Navigationsgerät" ein Order-Kreuz. Es war ja auch zu schön, sich von einer netten Frauenstimme den Weg weisen zu lassen. Und so, wie bei den Radios nach und nach ein zweiter Markt mit unzähligen nachträglich einzubauenden Geräten entstand, mit dessen Angebotsvielfalt (und geringeren Preisen) die magere Auswahl an ab Autowerk installierten Musikdudlern nicht mithalten konnte, entwickelte sich die Sache auch bei den externen Navis. Hinzu kommt, dass heute jedes mittelgute Smartphone auch als digitaler Fährtensucher verwendet werden kann.

Abschreckende Preisbeispiele

Sind die eingebauten Navis also am Ende? Ein aktueller Test der Zeitschrift "Auto Bild" lässt eher einen gegenteiligen Trend erahnen. Die Aufpreise für die installierten Geräte seien üppig, staunten die Tester. Hinzu komme, dass die elektronischen Weghelferlein manchmal nur in Zusammenhang mit bestimmten Ausstattungslinien angeboten würden. Man ahnt es: Das sind nicht gerade die Einsteiger-Modifikationen… Einige abschreckende Preisbeispiele gefällig? Im Audi A4 kostet das Entertainment-Paket laut "Auto Bild" 4083 Euro, in der C-Klasse von Mercedes 4499 Euro und beim BMW 3er 4090 Euro. Schwacher Trost: Die entsprechenden Navis lassen keine Wünsche offen, bieten Live-Daten zu den Stauverhältnissen auch abseits der Autobahnen, Online-Funktionen, Telefon-Integration und was-weiß-ich-noch-alles-für-Zipp-und-Zapp.

Gegentrend bei Dacia

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Nichtsdestotrotz bekommt man für den eineinhalbfachen bis doppelten Preis der Edel-Navis ein komplettes (neues) Auto: Der Dacia Sandero steht mit 6890 Euro in der Preisliste. Für ein eingebautes Navigationsgerät verlangt Dacia übrigens - allerdings ohne den Schnickschnack der Premium-Anbieter - 180 (in Worten: einhundertachtzig) Euro.