Ein Picknick im Range Rover SVAutobiography

aus Im Auto Mobil

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Halb im Auto, halb in der Natur: Das Event-Sitzsystem im Range Rover SVAutobiography kommt dem Faible der Briten, ein Ereignis bei einem Glas Champagner aus dem Wagen heraus zu beobachten, entgegen. Foto: Jaguar Land Rover

Land Rover ist nicht unbedingt eine Marke, die sich, nun ja, an den automobilen Sparfuchs richtet. Die Modelle des Herstellers machen etwas her, strahlen – mit britischem...

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. Um das Event Sitzsystem zu würdigen, muss man einerseits die Produktpalette der Konkurrenten Jaguar Land Rover (JLR) und Rolls Royce (RR) kennen, andererseits die, wie formuliere ich es vorsichtig genug?, etwas spleenige Art der Menschen auf der Insel. Ein Alleinstellungsmerkmal zu finden, mit dem man Rolls Royce herausfordern kann, ist nicht gerade einfach, denn bei der Marke mit der berühmten Kühlerfigur gilt die Prämisse, dass das, was in ein Auto einbaubar ist, auch eingebaut wird, wenn es der Kunde wünscht. Also musste man sich bei JLR etwas einfallen lassen, was RR für seine Modellpalette nicht ebenfalls anbieten kann.

Da kann Rolls Royce nicht mithalten

Die für den Range Rover SVAutobiography Verantwortlichen schauten deshalb auf das Heck des Geländewagens, für den es bei RR-Modellen (noch) kein Äquivalent gibt. Und damit sind wir bei den Eigenarten der Briten. Bekannt ist das Faible des Inselvölkchen fürs Picknick. Das Klischee des auf einer auf einer Sommerwiese ausgebreiteten Decke sitzenden gutgekleideten Pärchens, das mit champagnergefüllten Kristallgläsern anstößt, gilt dabei nicht uneingeschränkt. Auch der Brite mag es bequem und entfernt sich, besonders, wenn er einen Geländewagen oder einen Kombi hat, für das Picknick nicht weit von seinem Auto. Er setzt sich vielmehr bei geöffneter Heckklappe hinten in den Wagen und genießt von dort aus das Leben, bevorzugt, wenn er dabei einem Ereignis wie einem Polospiel zuschauen kann. Aber halt: Habe ich gerade „bequem“ geschrieben? Der Komfort lässt bei der Hecksitzerei schon etwas zu wünschen übrig. Außer natürlich, man entscheidet sich für den Range Rover SVAutobiography – und da bei 7344 Euro Aufpreis für das Event-Sitzsystem. Es handelt sich dabei um zwei im Heck des Geländewagens verstaute Einzelsitze, die mit wenigen Handgriffen aufgeklappt werden können. Fertig ist der Logenplatz unter freiem Himmel – das heißt: nicht unter ganz freiem Himmel, sondern unter dem Schutz des Autodachs, was bei dem berüchtigten britischen Wetterverhältnissen definitiv ein weiterer Pluspunkt ist.

Nicht für vegan lebende Menschen

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Nun hat JLR nicht einfach zwei Klappstühle im Heck verstaut. Es handelt sich vielmehr um edle Sitze, die von Hand mit feinstem Windsor-Leder bezogen werden (womit wir so ganz nebenbei feststellen, dass sich der SV Autobiography in dieser Ausführung nicht für vegan lebende Menschen eignet). Der Rahmen besteht aus leichtem und robustem Aluminium. Trotz aller Gewichtseinsparungen wird die Heckklappe zusätzlich verstärkt – zwei darauf sitzende Erwachsene wären jenseits der serienmäßigen Belastungsgrenze gewesen. Zwar kann das ganze Leben ein Event sein, mitunter aber müssen die Sitze dann doch eingepackt werden. Auch die Aufbewahrungstasche für die Event-Sitze ist edel ausgeführt. Sie dient auch als praktische Schutzmatte, die verhindert, dass beim Benutzen der Sitze die Kleidung mit Fahrzeugaußenflächen in Berührung kommt – so heißt es jedenfalls in der Beschreibung der Sonderausstattung.

Einen Bericht zum Range Rover SVAuitobiography lesen Sie an diesem Wochenende im MotorJournal dieser Zeitung