Landesregierung will mehr Corona-Tests für Rheinland-Pfalz

aus Coronavirus-Pandemie

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Die Studienteilnehmer werden ab Oktober zwei Mal auf das Coronavirus und auf Antikörper gegen SARS-CoV-2 getestet. Foto: dpa

In einem Ingelheimer Labor werden täglich bis zu 2000 Untersuchungen auf das Corona-Virus durchgeführt. Das Land Rheinland-Pfalz will noch mehr testen lassen.

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Ingelheim. Die Landesregierung sieht Rheinland-Pfalz in Sachen Coronavirus-Testkapazitäten gut aufgestellt. "Wir planen, die Tests weiter auszuweiten", sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Donnerstag bei einem Besuch des medizinischen Labors Bioscientia in Ingelheim (Kreis Mainz-Bingen). In dem Labor werden momentan täglich bis zu 2000 Untersuchungen auf das Corona-Virus durchgeführt. Möglich wären jedoch jetzt schon 3500 Tests.

Die Bioscientia Healthcare GmbH ist nach Angaben der Landesregierung das größte medizinische Privatlabor in Rheinland-Pfalz und eines der Leistungszentren für die Corona-Diagnostik in Deutschland. Bioscientia hatte als erste Einrichtung in Rheinland-Pfalz eine Abstrichambulanz eröffnet. Derzeit gelangten pro Tag bis zu 2200 Abstrichproben etwa von niedergelassenen Ärzten, Abstrichzentren an Krankenhäusern, von Intensivstationen, Krankenhauspersonal und aus dem Ausland nach Ingelheim, erklärte Bioscientia-Geschäftsführer Oliver Harzer. Dazu kommen die Antikörper-Tests, mit denen nachgewiesen wird, ob sich der Körper mit dem Virus auseinandergesetzt hat. Auch hier sind Harzer zufolge mehrere tausend Tests pro Tag möglich, allerdings fehle es derzeit noch an Reagenzien.

Von dpa