Christian Baldauf: Bis Herbst WLAN für Schulen

Christian Baldauf, Spitzenkandidat der CDU Rheinland-Pfalz, im Gespräch in der VRM.  Foto: Sascha Kopp

Der CDU-Spitzenkandidat für Rheinland-Pfalz bewirbt sich beim Live-Talk der VRM mit Friedrich Roeingh und Christian Matz als Entscheider mit Weitblick.

Anzeige

MAINZ. Christian Baldauf macht Druck. „Bildung, Bildung, Bildung – da haben wir die größten Defizite“, sagt der Spitzenkandidat der rheinland-pfälzischen CDU, als ihn Friedrich Roeingh und Christian Matz fragen, was er als erstes tun wird, sollte er zum Ministerpräsidenten gewählt werden. Und weil das in Pandemie-Zeiten viel mit Digitalisierung zu tun hat, versucht Baldauf die amtierende Regierungschefin Malu Dreyer flugs rechts zu überholen. Die will bekanntlich bis Jahresende alle Schulen mit WLAN beglücken. Baldauf ist das zu spät: „Das Ziel muss sein, damit spätestens nach den Sommerferien in die Endphase zu gehen und das bis zu den Herbstferien abgeschlossen zu haben.“

Beim Livetalk der VRM-Gruppe zehn Tage vor der Landtagswahl präsentiert sich der 53 Jahre alte Frankenthaler als Macher, der das beschleunigen will, was die SPD-geführte Landesregierung zu lange verschleppt habe. Ob Corona-Tests oder Luca-App, Dreyer „wartet immer ab und entscheidet dann nur mit“. Baldauf entwirft von sich das Gegenbild eines Entscheiders mit Weitblick: „Man kann immer warten, bis etwas passiert. Ich will aber vorausschauend arbeiten.“

Testen forcieren

Auf Diskussionen über Fehlleistungen von Parteifreunden im Bund oder anderen Ländern lässt sich Baldauf nicht ein: „Die Sippenhaft haben wir abgeschafft.“ Wenn es um fehlende Corona-Tests geht, verweist er lieber auf seine Idee landesweiter Testzentren: Wenn die richtig schnell arbeiten, könne man die Gastronomie öffnen. Auch hier kontrastiert der Kandidat gern zum angeblichen Zaudern Dreyers: „Wäre ich Regierungschef, hätte ich schon im Januar mit intensivem Testen begonnen, vor allem in den Schulen.“

Anzeige

Bleibt die Frage, mit wem Baldauf nach dem 14. März koalieren will. Die Grünen und die FDP wollen ja weiter mit der SPD ampeln. „Wenn wir Erster werden, dann wollen wir das doch mal sehen“, sagt Druckmacher Baldauf keck. Schnittmengen sieht er mit beiden Parteien, es komme darauf an, wo sie größer sind. (Weiterer Bericht folgt)

Hier sehen Sie die Aufzeichnung des ganzen Gesprächs:

Von Ulrich Gerecke