Blutspenden: Versorgung in Rheinland-Pfalz vorerst gesichert

aus Coronavirus-Pandemie

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Blutspendetag im Wormser Klinikum.  Archivfoto: Photoagenten / Andreas Stumpf

Zumindest kein akuter Mangel: Die Reserven sollen für den Bedarf von drei Tagen reichen. Wieso es trotzdem dringend erforderlich ist, dass weiter regelmäßig Blut gespendet wird.

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MAINZ. In Rheinland-Pfalz gibt es trotz des zuletzt deutlich gestiegenen Bedarfs zurzeit keinen akuten Mangel an Blutspenden. Beim für das Bundesland zuständigen DRK-Blutspendedienst West hat sich die Situation in den vergangenen Tagen entspannt. Die derzeit verfügbaren Reserven reichten für den Bedarf von drei Tagen, sagte ein Sprecher am Freitag. Problematisch bleibe der Umstand, dass derzeit viele Blutspende-Termine abgesagt würden. Die Universitätsmedizin Mainz teilte ebenfalls mit, die Versorgung der Patienten sei gesichert.

Noch vor wenigen Tagen hatte der DRK-Blutspendedienst gewarnt, die Coronavirus-Pandemie bringe das bewährte System "ins Wanken". Nach Angaben des rheinland-pfälzischen Gesundheitsministeriums steigt aktuell der Bedarf an Blutpräparaten stark an, seit in den Krankenhäusern wieder verstärkt planbare Operationen stattfinden. Gleichzeitig könnten Schulen, Kindergärten oder Betriebe ihre Räumlichkeiten oftmals noch nicht wieder für Blutspende-Termine zur Verfügung stellen, Aufgrund der geltenden Pandemie-Regeln sei auch die maximal zulässige Teilnehmerzahl beschränkt.

"Aus diesen vielfältigen Gründen ist die regelmäßige Blutspende weiterhin dringend erforderlich, damit auch bei dem aktuell steigenden Bedarf an Blutpräparaten die Versorgung gewährleistet werden kann", teilte das Ministerium mit. Die Landesregierung bitte daher alle Bürgerinnen und Bürger, Blutspendetermine auch dann wahrzunehmen, wenn sie in ungewohnter Form angeboten werden und möglicherweise mit mehr Aufwand verbunden seien.

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Wer Blut spenden möchte, muss mindestens 18 Jahre alt sein und sich zum Spendetermin gesund fühlen. Aufgrund der aktuellen Situation werden momentan schon vor der Spende Körpertemperatur, Puls, Blutdruck und Blutfarbstoffwert der Spender überprüft. Systematische Untersuchungen des Spenderbluts auf das Coronavirus finden nicht statt, da es keine Hinweise auf Infektionen über Blutkonserven gibt.

Von epd