Über 1700 Corona-Neuinfektionen in Hessen

aus Coronavirus-Pandemie

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Um das Coronavirus einzudämmen, ist Hygiene extrem wichtig. Foto: Tierney - stock.adobe

Vor allem in Frankfurt sei die Situation mittlerweile sehr ernst, betont Gesundheitsminister Klose - und appelliert eindringlich an alle Hessen.

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WIESBADEN. Die Zahl der Personen mit nachgewiesener Corona-Infektion in Hessen steigt weiter rapide. Das RKI meldet am Samstag 1730 Neuinfektionen gegenüber 958 am Freitag. Die so genannte Inzidenz (Neuinfektionen über 7 Tage pro 100.000 Einwohner) hat sich innerhalb weniger Tage erheblich erhöht und ist besonders in Frankfurt am Main sprunghaft von gestern 134,9 auf mehr als 176,1 gestiegen.

Sozial- und Gesundheitsminister Kai Klose appelliert eindringlich an die Bevölkerung, sich aktiv an der Bekämpfung des Virus zu beteiligen: „Das Virus kann ohne uns nicht existieren und sich verbreiten. Deshalb ist unser Verhalten der Schlüssel zur Bekämpfung der Pandemie. Bitte reduzieren Sie Ihre Kontakte – unabhängig von dem, was erlaubt ist – auf das Nötigste.“ Die Situation sei sehr ernst, so Klose, das gelte für ganz Hessen, insbesondere für die Ballungsräume und die Stadt Frankfurt.

Viele Kreise haben vorbildlich gehandelt - andere weniger

Gleichzeitig fordert der Minister alle Landkreise und kreisfreien Städte auf, die von der Landesregierung beschlossenen Maßnahmen unverzüglich umzusetzen: „Das Präventions- und Eskalationsstufenkonzept ist eine rechtsverbindliche Weisung an die Kommunen, um die Bevölkerung zu schützen und eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden. Es definiert einen Rahmen und ein Mindestmaß, über das hinausgegangen, das aber nicht unterschritten werden darf“, so Klose. „Einige Kommunen haben umgehend und vorbildlich gehandelt, andere haben bisher nicht entsprechend entschieden. Wir erwarten angesichts der Dynamik der Situation von allen Städten und Landkreisen, dass die Maßnahmen des Eskalationsstufenkonzepts jeweils umgehend in geltendes Recht umgesetzt werden und auch für deren Einhaltung gesorgt wird.“ Das betreffe insbesondere die Einschränkungen von Kontakten (maximal fünf Personen oder zwei Hausstände), die Einschränkung von Veranstaltungen und eine restriktive Auslegung der Ausnahmegenehmigungen sowie die Ausweitung der Maskenpflicht, die sich als besonders wirksame Maßnahmen erwiesen haben.

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Hessens Sozialminister Kai Klose. Archivfoto: dpa
Hessens Sozialminister Kai Klose. (© Archivfoto: dpa)

Die im Eskalationskonzept beschriebenen Maßnahmen sind für die Landkreise und kreisfreien Städte bindend. Sie müssen durch die zuständigen Gesundheits- und Ordnungsbehörden vor Ort umgesetzt werden. „Sollte das nicht kurzfristig geschehen, werden wir die weiteren aufsichtsrechtlichen Instrumente anwenden müssen“, stellt Minister Klose klar. Angesichts weiter steigender Infektionszahlen hatte das hessische Corona-Kabinett am Montag das Eskalationskonzept fortgeschrieben und um weitere Maßnahmen ergänzt.

Informationen gibt es auch auf der Webseite des Ministeriums.

Von red