Tausende Teilnehmer bei Mai-Kundgebungen in Hessen

01.05.2021, Hessen, Frankfurt/Main: An der Zentrale der Deutschen Bank (hinten) vorbei ziehen Menschen mit einen Transparent mit dem Motto «Solidarität ist Zukunft» zum Opernplatz bei einer Demonstration, zu der der Deutsche Gewerkschaftsbund am Tag der Arbeit aufgerufen hatte. Mit Mindestabständen und der Pflicht zum Maske-Tragen sollte für größtmögliche Sicherheit gesorgt werden Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

In Hessen sind Tausende Demonstranten am 1. Mai auf die Straße gegangen. Sie forderten mehr Solidarität und gerechte Löhne.

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FRANKFURT. Bei zahlreichen Mai-Kundgebungen in ganz Hessen haben Tausende Menschen am Samstag für gerechte Löhne und die solidarische Bewältigung der Corona-Krise demonstriert. Allein in Frankfurt kamen laut Polizei mehr als 3000 Teilnehmer zur Kundgebung am Opernplatz zusammen. Nahezu alle hätten Mund-Nasen-Schutz getragen und sehr auf Abstände geachtet, sagte ein Polizeisprecher.

Für den gesamten Bezirk Hessen-Thüringen berichtete der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) von 36 Veranstaltungen, darunter in Kassel, Hanau, Fulda und Offenbach. Am Nachmittag gab es dann noch eine bundesweite Online-Veranstaltung.

Abschaffung geringfügiger und befristeter Arbeitsverhältnisse

Hessens DGB-Chef Michael Rudolph verlangte in seiner Rede unter anderem ein höheres Kurzarbeitergeld von mindestens 1200 Euro sowie die Abschaffung geringfügiger und befristeter Arbeitsverhältnisse.

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Von der schwarz-grünen Landesregierung forderte der Gewerkschafter ein Konzept, die hessische Industrie sozial und ökologisch nachhaltig zu verändern und Beschäftigung zu sichern. Die IG Metall setzte sich für eine Angleichung der Tarifbedingungen in Ost und West sowie für mehr Ausbildungsaktivitäten ein.

Von dpa