Hessischer Landtag erhält Drohpaket mit verdorbenem Fleisch

aus Coronavirus-Pandemie

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In den letzten Tagen haben vermehrt Politiker und Institutionen Drohpakete erhalten. Nun hat sich auch der hessische Landtag beim Landeskriminalamt gemeldet. Symbolfoto: VRM

Bundesweit erhalten Politiker und Institutionen Drohungen - mutmaßlich aus der Querdenker-Szene. Nun hat auch der Landtag Hessen Post erhalten.

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WIESBADEN. Auch der Hessische Landtag hat eines der bundesweit verschickten Drohpakete mit verdorbenem Fleisch erhalten. Die verdächtige Sendung wurde nach Angaben des Landeskriminalamts (LKA) sichergestellt. Neben den Fleischresten enthielt sie ein Schriftstück. "Erste Ermittlungen deuten darauf hin, dass der oder die Absender der Szene der Querdenker beziehungsweise Impfgegner zuzurechnen sind", sagte eine Sprecherin des LKA am Donnerstag in Wiesbaden der Deutschen Presse-Agentur.

Keine Gefährdung Dritter

Eine Gefährdung Dritter habe zu keinem Zeitpunkt bestanden, sagte sie. Die Poststelle des Landtags hatte das verdächtige Päckchen am Montag der Polizei gemeldet. Angaben zum genauen Inhalt des Briefs und an wen das Paket adressiert war machte das LKA zunächst nicht.

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Bundesweit wurden in den vergangenen Tagen ähnliche Sendungen an Politiker, Medien und Behörden geschickt. In den Schreiben wurde nach Angaben der Berliner Polizei Widerstand gegen eine Corona-Impfpflicht angekündigt. Unter anderem hatte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller einen Drohbrief bekommen.

Von dpa