Hessen verlängert Regelstudienzeit wegen Coronavirus

Die Universität in Frankfurt. In Hessen soll die Regelstudienzeit an Hochschulen nun verlängert werden. Foto: dpa

Die Regelstudienzeit an hessischen Hochschulen wird verlängert. Studierenden sollen in Folge der Corona-Beschränkungen im Hochschulbetrieb keine Nachteile entstehen.

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WIESBADEN. Das Land Hessen verlängert wegen der Corona-Pandemie die Regelstudienzeit an den Hochschulen um ein Semester. Ziel sei, das den Studierenden keine Nachteile beim Bezug des Bafög entstehen, sagte Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne) am Mittwoch zur Begründung.

Der Landtag in Wiesbaden hatte am Abend zuvor einen Gesetzentwurf beschlossen, der die Ministerin ermächtigt, eine entsprechende Verordnung zu erlassen. Danach soll die Regelstudienzeit für alle im Sommersemester 2020 Immatrikulierten um ein Semester verlängert werden, damit ihnen keine Nachteile wegen der Corona-Beschränkungen im Hochschulbetrieb entstehen.

Auch auf die Höchstdauer bestimmter Beschäftigungsverhältnisse soll demnach das Semester nicht angerechnet werden. Zudem ermöglicht das Gesetz, Online-Prüfungen per Verordnung zu regeln. "Der eingeschränkte Betrieb an den Hochschulen hat viele Studierende vor große Herausforderungen gestellt", sagte Dorn. Video-Vorlesungen und Online-Seminare könnten nicht alle Aspekte der Lehre ersetzen. Die Grünen-Politikerin warf Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) vor, sie verweigere es, den Betroffenen durch pauschale Verlängerung der Förderhöchstdauer beim Bafög Planungssicherheit zu geben. "Deshalb greifen wir zu dieser hessischen Lösung", fügte Dorn hinzu.

Von epd