A49-Gegner nach Abseilaktionen vor Haftrichter

A49-Aktivisten haben sich am Montag an diversen Autobahnbrücken auf der A5, A661 und A3 abgeseilt. Foto: wiesbaden112.de

Vier Gegner des A49-Ausbaus werden am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt. Ihnen werde Nötigung und ein versuchter gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr vorgeworfen.

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WIESBADEN. Nach der Abseilaktionen an Autobahnen im Rhein-Main-Gebiet werden vier Gegner des Weiterbaus der Autobahn A49 dem Haftrichter vorgeführt. Das sagte ein Sprecher der Wiesbadener Staatsanwaltschaft am Dienstag.

Die Polizei hatte bei der Aktion am Vortag 30 Aktivisten in Gewahrsam genommen. Darunter waren zwölf Personen, die sich an drei Brücken abgeseilt hatten sowie 18 weitere, die die Aktionen unterstützten. Nach einer vorläufigen Bewertung der Staatsanwaltschaften Frankfurt und Wiesbaden müssen sich 19 dieser Personen wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Nötigung verantworten.

Die A49 soll nach dem Lückenschluss Kassel und Gießen direkter miteinander verbinden. Um die Rodungsarbeiten dafür zu verhindern und zu verzögern, haben sich Aktivisten auch in Baumhäusern in den beiden Waldstücken eingerichtet.

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Die A49-Gegner halten das Autobahnprojekt für verfehlt, da es der Verkehrswende entgegenstehe. Befürworter versprechen sich dagegen von dem A49-Lückenschluss weniger Verkehrsbelastung und Lärm sowie ein geringeres Unfallrisiko in den Dörfern der Region, kürzere Wege für Pendler sowie eine bessere Anbindung an das Straßennetz.

Von dpa