Corona-Impfung: Welcher Elternteil bestimmt bei Uneinigkeit?

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Eine 15-Jährige wird in einem Impfzentrum geimpft. Foto: dpa/Sina Schuldt

Der Vater befürwortet die Impfung für das Kind, die Mutter nicht – und nun? Am Dienstag hat das OLG Frankfurt eine Entscheidung gefällt. Aber es gelten Voraussetzungen.

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FRANKFURT. Können sich die Eltern eines minderjährigen Kindes nicht darüber einigen, ob dieses mit einem mRNA-Impfstoff gegen eine Corona-Infektion geimpft werden soll, darf derjenige Elternteil entscheiden, der die Impfung befürwortet. Das gilt laut einem Beschluss des Oberlandesgerichtes (OLG) Frankfurt am Main aber nur dann, wenn es eine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) des Robert Koch-Instituts gibt und das Kind selbst geimpft werden möchte. Das hat das OLG am Dienstag in Frankfurt mitgeteilt.

Im konkreten Fall ging es um einen fast 16 Jahre alten Jungen, für den aufgrund seiner Vorerkrankungen eine eindeutige Impfempfehlung der Stiko vorlag. Vater und Sohn wollten die Impfung, die Mutter war damit nach Auskunft des OLG nicht einverstanden und bezeichnete diese als "Gentherapie". Das Amtsgericht hatte dem Vater nach dessen Antrag im Rahmen einer einstweiligen Anordnung die alleinige Befugnis übertragen, über die Impfung seines Sohnes zu entscheiden. Dagegen hatte die Mutter erfolglos Beschwerde beim OLG eingelegt.

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Die erste Impfung des Jungen ist nach Auskunft des Gerichts bereits erfolgt. Die Entscheidung des OLG ist nicht anfechtbar.

Von dpa