WM 2014: Belgien - Jung und unerfahren mit Potenzial für mehr

Kevin de Bruyne (links) und Javier Mascherano im Kampf um den Ball. Foto: dpa

"Alle Leut‘ alle Leut‘ gehen jetzt nach Haus" - so hieß es früher im Mutter-Kind-Turnen und so hieß es am Samstag für Wilmots "Krabbelgruppe" bei der WM. Endstation für...

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. Von Andreas Trapp

Als d e r Geheimfavorit gingen die mit Stars gespickten Belgier ins Rennen um die Fußballkrone dieser Welt. Doch Hazard, de Bruyne & Co wussten die zurückliegenden Wochen nur bedingt zu überzeugen. Zwar standen am Ende der Gruppenphase die Maximalausbeute von neun Punkte auf dem Konto der Schwarz-gelb-roten, doch die waren mühsam erkämpft.

Nichts war mehr zu sehen von den überragenden Leistungen aus der WM-Qualifikation (acht Siege und zwei Unentschieden in zehn Spielen). Letztendlich hatten die "Roten Teufel" Glück, dass sie in Brasilien nicht in eine andere Gruppe gelost worden waren. Mit gerade mal vier Toren und späten Siegtreffern gegen die Gegner Algerien (2:1), Russland (1:0) und Südkorea (1:0) in Gruppe H wurschtelte sich die Wilmots-Elf ins Achtelfinale.

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Erst dort folgte gegen Klinsmanns US-Männer eine Leistungsexplosion in einem grandiosen Match, das, wie sollte es anders sein, erst spät entschieden wurde. In der Verlängerung, 2:1.

Dem Hochkaräter Argentinien um Superstar Lionel Messi hatte der Geheimfavorit im Viertelfinale schließlich nichts entgegen zu setzen. Ideenlos agierten die Roten in Brasilia. Klar, Argentinien ging früh durch einen Geistesblitz von Higuaín in Führung, doch ein Spitzenteam hat dann die entsprechenden Antworten parat. Belgien hatte sie nicht. Keine zwingenden Aktionen. Harmlos. Lediglich in der Schlussphase erhöhte sich der Druck. Zu spät, vor allem gegen ein Team wie die "Albiceleste", der ältesten Mannschaft des Turniers (29 Jahre im Durchschnitt).

Hoffnung für die Zukunft

Doch die Belgier dürfen hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. In zwei Jahren ist EM in Frankreich, in vier erneut WM in Russland. Dann sind die Hazards, Courtois‘ und de Bruynes gereifter, erfahrener. Alle spielen sie schon heute bei europäischen Spitzenclubs und können sich dort bestens weiterentwickeln.

2016 und 2018 könnten sie richtig für Furore sorgen. Zumindest Geheimfavorit werden sie dann sein.