Wir bremsen auch für Bunnys

Peter Altmaier übernimmt eine Doppelrolle - Kanzleramtsminister und nun auch Wahlkampfmanager. Foto: dpa

Wie erwartet: Wildes Ostereiersuchen auf allen Kanälen. Schweres Problem bei der CDU: Weil sich Peter Altmaier quasi verdoppelt, ist für Merkel vielleicht kein Platz mehr und...

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. „Alles ist möglich.“ Donnerwetter. Was wir so alles zu lesen kriegen! Und dann: „80 Stunden lang gute Laune.“ Und zwar mit den „Feelgood Bunnys“ und den „Ramba Zamba Hasen“! Das ist keine Pressekonferenz von Trump, auch kein Rotlicht – Kinder, fragt die Mama – und es ist auch keine Pressebegleitung beim Übungsflug von Ursula von der Leyen in diesem wasserscheuen Marinehubschrauber MH90. Vielmehr hat uns der wunderbare Radiosender RPR 1 eine Mail geschickt. Nein, wir gehen nicht zum Radio. Also, da sollen sich bis Ostermontag Hörer rund um die Uhr ihre Lieblingshits wünschen. Tag und Nacht. Logisch, an Ostern hat man Tag und Nacht ja nix zu tun. Verstecken Bunnys eigentlich auch Eier? Oder muss man Bunnys suchen und dabei Eier verstecken? Erinnerungen an Goethes „Erlkönig“ („Wer reitet so spät durch Nacht und Wind...“): Wer hoppelt so spät durch Wind und Nacht//Es sind die Bunnys, gib fein auf sie Acht. Und gilt immer noch: Eier stets angemalt und auf der Terrasse nur im Kännchen? * Die RPR-Moderatorenteams Selina & Ben und Daniel & Nima sind also praktisch Bunny and Clyde, oder so. Nein, Bilder von denen sind bei der Mail nicht dabei. Aber wir haben vollstes Vertrauen. Denn RPR 1 ist berühmt dafür, dass sich seine ReporterInnen auch im heißesten Getümmel immer die besten Leute aussuchen, um die richtigen Dinge zu tun. Und wenn die Bunnys bei der Musik durchdrehen, werden‘s mal wieder die RPR-Nachrichtenleute richten müssen. Das müssen dann aber auch Hochkaräter-Duos sein, Messlatte ungefähr Dr. Jekyll & Mr. Hyde, Brad Pitt & Angelina Jolie oder Bernhard & Bianca. * „Darf meine Airline mich rauswerfen?“, fragt „Bild“. Klar, aber ab einer gewissen Höhe nur mit Fallschirm. Der kostet aber extra. Ein United-Airlines-Jet flog von Chicago nach Louisville. An Bord: Dr. David Dao, mit vietnamesischen Wurzeln. Da sagen böse Zungen: Seit Trump regiert, braucht so einer natürlich ein Visum für Kentucky. Und weil er keins hatte, haben ihn die Sicherheitsleute verprügelt und aus dem Flieger gezerrt. Der Begriff „Ich bin da rausgeflogen“ erscheint da in neuem Licht. Dumm gelaufen? Nun, das ist ein gutes Erklärbeispiel für die Rechtsfigur des so genannten Putativ-Notwehr-Exzesses. Also: Einer kommt mit erhobener Hand auf dich zu, du willst denken, er wolle dich erschlagen, was er gar nicht will, und du erschießt ihn vorsichtshalber. Das Muster wie beim zweiten Golfkrieg USA gegen Irak. Vielleicht haben wir das jetzt ein bisschen überzeichnet. Wahr ist: Die Maschine war überbucht, und dann muss irgendjemand raus. Wie gesagt, wir leben schließlich in Trump-Zeiten, und wenn da keine mexikanische Mauer in der Nähe ist, muss irgendein anderer Ausländer raus. „Bild“ erklärt dann noch, wenn überbucht ist, dürfen Passagiere „auch nicht auf dem Klo transportiert werden.“ Das Problem aussitzen: läuft nicht. Wobei: Wenn man hört, was sonst auf Bordtoiletten während des Fluges so alles passiert, könnte man dort auch einen Überbuchten mitnehmen, zumal der sich ja ruhig verhält, normalerweise. * Peter, the Body Mass Index Altmaier....Wie meinen? Den sollte man nicht auf der Bord-Toilette mitnehmen? Das steht nicht zur Debatte. Die SPD regt sich auf, weil Altmaier, Kanzleramtsminister, auch den CDU-Wahlkampf managen soll. „Altmaier in umstrittener Doppelrolle“, lesen wir in unserer Zeitung. Klar, Mensch! So einer braucht eine Doppelrolle, nachts unterm Kopf zum Schlafen. Und natürlich doppelt Käse auf der Pizza! Aber: Lieber Doppelkinn als Doppelkorn. „Bild“ fragt: „Ist die Personaldecke in der CDU so dünn?“ Ja, dünn, und genau deshalb ist Altmaier der Richtige. Zumal, kein Scherz, im Saarland geboren. Humanbiologen sprechen vom so genannten Schwenkbraten-Gen. FDP-Vize Kubicki fordert: Wenn Altmaier den CDU-Wahlkampf manage, müsse er das Amt als Kanzleramtschef niederlegen. Böse Zungen behaupten, Merkel erwäge nun, aus der CDU auszutreten, um Kanzlerschaftswahlkampf zu führen. Für den CDU-Generalsekretär Peter Tauber bleibt jetzt nur noch die Organisation des Haustürwahlkampfs („Mir gewwe nix“).