Win-Win-Situation

Mitgliederversammlung Mainz 05. Archivfoto:hbz/Sämmer

Eine Million Euro beträgt derzeit der durchschnittliche Etat eines Frauenfußball-Bundesligisten. Am Geld also sollte ein Zusammengehen von Mainz 05 und dem TSV Schott mit dem...

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. Von Ulrich Gerecke

Der FSV ist kerngesund, wie die gestern veröffentlichten Zahlen erneut belegt haben, und verfügt mit dem Bruchwegstadion über eine passende Spielstätte. Drittligist Schott könnte ein schon jetzt zweitligataugliches Team mit Perspektive in diese sportliche Ehe einbringen und hat beim Pokalspiel gegen die Bayern bewiesen, dass in Mainz Zuschauerpotenzial vorhanden ist.

Hier kann also etwas zusammenwachsen, was zusammenpasst. Vor allem aber würde im Mainzer Fußball die letzte Lücke geschlossen. Die 05er spielen mit der ersten Mannschaft, der U23 sowie den A- und B-Junioren bereits in der jeweils höchstmöglichen Klasse. Mit einem Vorstoß Richtung Frauen-Bundesliga könnten sie auch dieses Zukunftsfeld innerhalb kurzer Zeit bestellen. Der wiedergewählte 05-Boss Harald Strutz weiß um diese Chance, nicht nur durch seine Vernetzung in DFB und DFL. Argumente hat er ebenfalls genug an der Hand, um mögliche vereinsinterne Skeptiker, die das Geld lieber in die Herren investiert sähen, zu überzeugen. Und der TSV Schott würde sich neben seiner starken Breitensportbasis ein echtes Aushängeschild schaffen. Eine klassische Win-Win-Situation.