Wenn der Postmann faktisch zweimal klingelt

Der designierte US-Präsident Donald Trump grüßt zum Meeting im Trump Tower. Foto: dpa

Es ist ja jetzt so, dass sich dieser Kerl in Washington, wie heißt er noch gleich...Drops, oder so ähnlich, nein: Trump. Genau, der mit den Haaren. Donald. Blondie, wie wir...

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. Wir hätten zumindest erwartet, dass Conan, der Barbar, Godzilla, das Monster aus der Tiefe, und der Weiße Hai in Trumps Ministerteam sind. Aber nix. Und enttäuscht hat uns auch, dass Donald nicht Dagobert zum Finanzminister gemacht hat, Dagobert Duck.

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Aufgefallen ist uns, dass Trump als Stadtentwicklungsminister Ben Carson geholt hat. Der ist laut Wikipedia gelernter Neurochirurg. Da sind wir doch schon mal auf einem guten Weg! Vielleicht kann Carson für Blondie doch noch was tun. Andererseits fehlt uns echt ein Friseurminister für Trumps Haarpracht. Aber vielleicht geht‘s auch so. Zehn Uhr, Blondie legt China in Schutt und Asche, die Frisur sitzt. Bürgerrechtler, so entnehmen wir der Lügenpresse, befürchten eine weitere Verschärfung der schon sehr hohen Wahlhürden für Minderheiten. Klar. In Zukunft dürfen nur noch Trumps Familie und engste Freunde wählen.

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Völlig rätselhaft, wieso uns gerade im Zusammenhang mit Trump der Begriff „postfaktisch“ in den Sinn kommt. Ist zum Wort des Jahres gewählt worden... wie meinen? Nein, nicht „Blondie“, sondern „postfaktisch“! Leute, mal nicht so albern! Also, wir dachten anfangs, postfaktisch ist wie früher: Die Post hat ein Paket verloren, Schadenersatz gibts keinen, Punkt, aus, das ist Fakt. Postfaktisch. Oder: Die Schlange an Deinem Paketschalter ist immer die längste, egal, wo Du Dich hinstellst. Is‘ Fakt. Oder: Bei „Wenn der Postmann zweimal klingelt“ (1981) klingelte es – Kinder, fragt die Mama – zwischen Jack Nicholson und Jessica Lange auf dem Küchentisch angeblich tatsächlich, nicht nur platonisch. Punkt. Aus. Fakt. Zweimal? Okay.

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Friends, Romans, countrymen, lend me your ears (Julius Caesar): Bei der Nobelpreisverleihung haben sie wahrhaftig den abwesenden Bob Dylan mit Shakespeare verglichen. Das ist natürlich, um mal ganz prosaisch zu werden, gequirlte Kacke. Wie meinen? Nein, Shakespeare ist nicht der, wo gesagt hat: The Lattengate of Wembley 66 was not inside. Das war wahrscheinlich Oettinger, Günnie, the Englishman.

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Wieso fällt uns da jetzt gerade ein, was wir neulich, neben einem Riesenbild von Boris Becker, als fette Schlagzeile in der „Bild“-Zeitung gesehen haben: „Ich kann auch Frauen trainieren.“ Äähh, ja. Bestimmt.

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„Die Bahn jagt Domina“, lasen wir am Montag in der wunderbaren Süddeutschen Zeitung, O la la! Leute, seid ihr jetzt schon so klamm, dass Ihr älteren Frauen auflauern müsst, wahrscheinlich, um ihnen die Handtasche zu klauen? In Wahrheit gehe es um „einen der spektakulärsten Fälle von Preisabsprachen“, schreibt die Zeitung. Endlich. Wir hatten schon immer so ein komisches Gefühl, dass die Bahn uns abzockt.... Kleiner Scherz, ist doch was anderes. Angeblich haben Stahlmanager die Bahn bei Gleisen hinter die Fichte geführt. Da holt man sich ja leicht einen Zug und ist verschnupft.

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Unser aller Verteidigungsministerin von der Leyen war, kein Scherz, in Jordanien und zeigte sich überrascht und enttäuscht, dass es da hauptsächlich Wüsten gibt und wenig Meere, sodass sie ihrem Kampfnamen „U-Boot-Ursula“ kaum Ehre machen konnte. Deshalb liefert sie der jordanischen Armee 50 Marder und hofft, dass die in der Wüste wenigstens nicht die Kabel anfressen.... Quatsch. Der „Marder“ ist ein Schützenpanzer. Sandfarben angestrichen, teilt uns die Süddeutsche Zeitung mit. Wie meinen? Nein, nicht von der Leyen, der „Marder“! Böse Zungen behaupten, den Marinehubschrauber MH 90, der immer noch nicht dicht ist, wollten die Jordanier nicht. Die Gefahr, dass der über den Jordan geht, ist ihnen zu groß.