Weniger arbeiten? Das sind Ihre Pläne

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Weniger Arbeit, dafür mehr Zeit für die Familie. Diese Wunsch haben viele Leserinnen und Leser unserer Zukunftsserie geäußert.  Foto: Jacob Lund - adobe.stock

In unserer Zukunftsserie haben wir gefragt: Was wäre, wenn wir alle weniger arbeiten würden? Viele unserer Leserinnen und Leser wollen genau das – und haben schon konkrete Pläne.

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REGION. Was sie in ihrer neu gewonnen Freizeit machen würde, wenn sie maximal nur noch vier Tage in der Woche arbeiten müsste? „Nicht viel mehr, aber das, was ich mache, entspannter.“ Mit dieser Antwort spricht eine Userin des Instagram-Accounts dieser Zeitung wohl für viele Menschen da draußen in der Arbeitswelt.

In der heutigen Folge unserer Zukunftsserie haben wir gefragt: Was wäre, wenn wir alle weniger arbeiten würden? Genau diesen Wunsch hegen nämlich viele Beschäftigte in Deutschland, wie eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung gezeigt hat.

Klicken Sie auf die Karten und erfahren Sie, wie viel die Erwerbstätigen in Deutschland tatsächlich arbeiten – und wie viel sie gerne arbeiten würden:

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Auch wir haben an diesem Freitag auf unseren Instagram-Kanälen abstimmen lassen. Wir wollen von Ihnen wissen, wie viel Sie so im Schnitt pro Woche arbeiten. Viele haben mitgemacht, die Antworten fielen ganz unterschiedlich aus: Von 0 bis 60 Stunden und mehr in der Woche war alles dabei. Im Schnitt pendelten sich die Antworten bei rund 40 Stunden in der Woche ein.

Ein – zugegeben, wenig überraschender – Effekt wurde auch in unseren Umfragen deutlich: Wenn sie die Wahl hätten, würden viele Menschen lieber einige Stunden weniger in der Woche arbeiten. Ganz auf Arbeit verzichten wollen aber nur wenige.

Wie ist das bei Ihnen? Wie viel schuften Sie pro Woche und wie viele Stunden würden Sie gerne maximal arbeiten? Stimmen Sie mit den beiden Schiebereglern ab!

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Wenn wir alle weniger arbeiten würden, müsste die Arbeit ja dennoch gemacht werden. Wir haben daher außerdem gefragt, ob unsere Userinnen und User ihre Arbeit überhaupt in weniger Zeit schaffen würden. Die erstaunliche ehrlich Antwort von rund der Hälfte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Ja!

Das haben auch die Expertinnen und Experten, die in unserer Zukunftsserie zu Wort kommen, unterstrichen: Wir haben uns an unsere 40 Stunden in der Woche gewöhnt. Viel Zeit geht aber für Teeküchen-Gespräche, Social Media oder andere Aktivitäten drauf. Dass es auch mit weniger Wochenstunden klappen kann, hat Wolf-Bodo Friers mit seiner Belegschaft bei der Baugenossenschaft Langen bewiesen – auch wenn viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter davon am Anfang gar nicht so begeistert waren.

Alles eine Frage der Kommunikation, sagt der Darmstädter Unternehmer Tobias Reitz. Natürlich gibt es auch Branchen, die nicht einfach Arbeitszeit streichen können, ohne mehr Menschen einzustellen: Das funktioniert weder an der Supermarktkasse noch im Krankenhaus. Reitz sagt jedoch, man müsse auch mit den Beschäftigten in diesen Branchen sprechen, wie sie ihre Arbeit gestalten wollen, und so gemeinsame Lösungen finden.

Reitz' Agentur „Quäntchen und Glück “ arbeitet selbst agil und flexibel. Fast alle Teammitglieder haben einen Teilzeit-Vertrag, weil sie überzeugt sind, in der gewonnenen Freizeit die Welt zu einem besseren Ort machen zu können. Das kostet manchmal eben Zeit.

Es könnte uns allen aber gut tun, wie auch einer unserer Follower schreibt: „Wenn wir weniger arbeiten würden, würde sich unser Körper und unser Geist vom Stress erholen. Die Krankheitsrate würde sinken und man hätte endlich genug Zeit für sich selbst und seine Liebsten.“

Tatsächlich trifft das auch auf die Aussage vieler weiterer Userinnen und User zu: Wenn sie weniger arbeiten müssten, würden viele am liebsten mehr Zeit mit Familie und Freunden verbringen und sich mehr ihren Hobbys, dem Sport oder einem Ehrenamt widmen. Manch einer und eine hat Lust auf mehr Reisen. Andere wiederum würden die Zeit nutzen, um sich weiterzubilden oder andere Jobs in Angriff zu nehmen. Noch einen anderen User würde es in der neuen freien Zeit in die Natur ziehen. Ein weiterer Leser würde dann einfach mal ein Buch schreiben.

Wie ist das bei Ihnen? Wenn Sie nur noch maximal vier Tage in der Woche arbeiten müssten: Was würden Sie in Ihrer neu gewonnenen Zeit machen?

Die gute Nachricht für viele: Jetzt steht erstmal das Wochenende vor der Tür. Dann nutzen Sie doch einfach die freie Zeit, um sich den schönen Dingen des Lebens zu widmen. Oder lesen Sie einfach weiter in unserer Zukunftsserie „Was wäre, wenn...“. Als Nächstes widmen wir uns der Frage: Was wäre, wenn künstliche Intelligenz noch klüger würde?