Rheinland-Pfalz erlässt weitgehendes Kontaktverbot

aus Coronavirus-Pandemie

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Am Sonntag hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer mitgeteilt, dass auch Rheinland-Pfalz ein Kontaktverbot erlassen wird. Foto: RLP / Pulkowski

Rheinland-Pfalz wird wegen der Ausbreitung des Coronavirus ein umfassendes Kontaktverbot erlassen. Das teilte Ministerpräsidentin Malu Dreyer am Sonntag mit.

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MAINZ. Bund und Länder haben sich auf ein noch mal verschärfte Beschränkung sozialer Kontakte geeinigt. „Der Kontaktverzicht von heute kann Leben retten“, sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer in Mainz. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur allein, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Haushalts erlaubt. Der Weg zur Arbeit, zum Einkauf oder zu Prüfungen bleibt ebenso gestattet wie Spazierengehen. „Es geht nicht darum, die Menschen einzusperren, sondern den unmittelbaren sozialen Kontakt zu reduzieren“, betonte Dreyer. Der öffentliche Nahverkehr werde weiter betrieben.

Die Ministerpräsidentin begrüßte die Absprache zwischen Bund und Ländern. Die größtmögliche Klarheit und Einheitlichkeit der Regeln zum Schutz der Menschen in Deutschland seien notwendig, um die Menschen nicht zusätzlich zu verunsichern. Ein Flickenteppich mit unterschiedlichen Regelungen müsse vermieden werden. Die entsprechende Rechtsversordnung soll in Rheinland-Pfalz von Dienstag, 0 Uhr, an gelten. „Die Bespiele in Frankreich und Italien zeigen: Es geht um Leben und Tod“, betonte Dreyer.

Darüber hinaus werden Dienstleistungsbetriebe der Körperpflege geschlossen. Davon betroffen sind Friseure, Kosmetik- und Nagelstudios oder Massagesalons. Bereits seit Samstag müssen in Rheinland-Pfalz Restaurants und Cafes geschlossen bleiben. „Die Gefahr ist der unmittelbare Kontakt“, sagte Dreyer. Dieser müsse drastisch reduziert werden, um die Infektionskurve abzuflachen. „Feiern, egal ob drinnen oder draußen, sind inakzeptabel.“ Verstöße könnten mit Strafgeldern bis zu 25000 Euro geahndet werden.

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