Kommt die NFL 2022 nach Frankfurt?

Wirft Superstar-Quarterback Patrick Mahomes von den Kansas City Chiefs demnächst auch in Frankfurt die Bälle zu seinen Receivern? Foto: dpa

Die NFL will künftig Ligaspiele in Deutschland austragen - und sucht dafür einen dauerhaften Partner. Mit zwei anderen Städten hat es Frankfurt jetzt in die Endauswahl geschafft.

Anzeige

BERLIN/FRANKFURT. Die NFL wird in den kommenden Jahren reguläre Ligaspiele in Deutschland austragen und hat dafür drei Städte in die engere Wahl als Spielorte genommen. Wie die National Football League am Dienstag mitteilte, wurden unter zahlreichen Bewerbern jetzt Frankfurt, Düsseldorf und München ausgewählt. Die Städte würden an tiefer gehenden Gesprächen über die Austragung von Spielen in Deutschland teilnehmen.

NFL peilt vierjährige Partnerschaft an

Bereits im September hatte NFL-Europe-Chef Brett Gosper angekündigt, dass 2022 der frühestmögliche Termin sei, spätestens aber 2023. Die Entscheidung über den deutschen Spielort soll voraussichtlich im Dezember fallen. Mindestanforderung sei eine Stadionkapazität von mehr als 45.000 Zuschauern. Infrastruktur wie Kabinen im Stadion, Transportmöglichkeiten und Flughafen seien wichtige Kriterien. Geplant sei eine vierjährige Partnerschaft.

"Neben der Suche nach einem Stadion, das die Logistik eines NFL-Spiels vollständig bewältigen kann, möchten wir mit einem Gastgeberkonsortium zusammenarbeiten, das lokale und regionale Behörden, Stadionbesitzer, lokale Interessengruppen und potenzielle kommerzielle Partner umfasst. Wir möchten, dass dies eine langfristige Partnerschaft wird", sagte Brett Gosper, Europa-Chef der weltweit wichtigsten American-Football-Liga. Neben Deutschland sollen auch in Mexiko und weiterhin in London NFL-Spiele ausgetragen werden. Dort gastiert die Liga bereits. Am kommenden Sonntag etwa treffen in London die Jacksonville Jaguars und die Miami Dolphins aufeinander. Dies ist das 30. NFL-Gastspiel in London seit 2007.

Anzeige

Jakob Johnson von den New England Patriots wären NFL-Spiele in Frankfurt am liebsten. "Ich würde mich über Frankfurt freuen, weil ich weiß, dass da viele Football-Fans sind. Die Galaxy haben gerade die erste Saison der ELF gewonnen und hatten auch immer ein recht volles Stadion", sagte der Football-Profi aus Stuttgart am Dienstag nach Bekanntwerden der drei deutschen Kandidaten.

Von dpa