Klopp im Breidenbacher Hof

Jürgen Klopp - Vorher - Nachher. Fotos: dpa

Fußballtrainer interessieren sich für Ecken, kurze und lange, seit neuestem aber auch für Geheimratsecken - eigene, die man kaschieren will.

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. Wir sind ja weltbekannt für unsere Geduld, Freundlichkeit, ja Langmut, aber was diese nordkoreanischen Oberfuzzis treiben, geht uns langsam auf den Zeiger. Das Schlimme ist, dass die normalen Menschen dort nichts dafür können, aber alles ausbaden müssen. Das Regime als solches hat nur ein einziges Mal in der Menschheitsgeschichte etwas Sinnvolles zustande gebracht. Das war bei der Fußballweltmeisterschaft 1966 in England, da, wo im Finale das dritte Tor der Engländer gegen Deutschland nicht drin war. Da hat in der Vorrunde Nordkorea mit einer Mannschaft von zuvor kasernierten Soldaten Italien mit 1:0 aus dem Verkehr geballert. Danach hatten die Italiener so viel Schiss, dass sie nicht mal mehr ihre sonst permanent angewandte "Luca-Brasi-schläft-jetzt-bei-den-Fischen"-Revanche probierten. Der Torschütze war Pak Doo-ik, was übersetzt aber keineswegs "das da fasse ich selbst an" heißt, oder, wie Lothar "Emma" Emmerich, Gott hab‘ ihn selig, zu sagen pflegte: "Gib‘ mich die Kirsche". * Der neue kleine nordkoreanische Oberfuzzi, Kim Jong-un, der da ständig rumkrakeelt, ist gerade mal 30 und scheint uns der typische Fall eines sogenannten Schreikinds zu sein, das nach der Geburt nicht lange genug gestillt wurde. Zugleich erinnert er uns frappierend an Harald Schmidts "Die dicken Kinder von Landau". Hoch interessant auch seine super stylische Frisur. Wegen ihr werden wir Kim künftig "Popper von Pjöngjang" nennen. Oder doch besser "Massaker-Mops". * A propos Frisur. Unser alter Mannheimer Rudertrainer Fritz Beißwenger pflegte zu sagen, Haare seien an den Körperstellen, an denen sich Schützenswertes befinde. Nun, da kann sich jetzt jeder selbst seine Gedanken machen. Jedenfalls hat der berühmte Dortmunder Fußballtrainer Jürgen "Kloppo" Klopp, in früheren Zeiten bei Mainz 05 in einem Atemzug mit Gutenberg und dem Dom genannt, in der "Bild"-Zeitung aufgedeckt, dass er sich einer Haartransplantation unterzogen hat. Erstaunlich, galt es doch früher als eine der Stärken Klopps, auch den schwersten Gegnern die Stirn zu bieten. Jetzt sehen wir die Behauptung von Klopp-Kritikern, seine Gedanken wirkten manchmal aufgesetzt, mit anderen Augen. * Nein, "andere Augen" heißt nicht, dass wir uns hätten lasern lassen. Wenn wir Feuer in unseren Augen entfachen wollen, schauen wir uns Bilder von Michelle Obama an, mit ihrer neuen Frisur...wobei, da weiß man ja jetzt auch nicht, wie das kam. Aber wir schweifen ab. Wegen des Falles Klopp erscheint jetzt auch der eigentlich fußballerische Begriff von den "hängenden Spitzen" in neuem Licht. Aber wahrscheinlich ist Klopp jetzt so schön, dass er eine Hauptrolle in einem Hollywood-Film angeboten bekommt, Arbeitstitel: "Lost in Transplantation". * Eine Sache müssen wir in dem Zusammenhang noch klarstellen. Die Klopp-OP fand laut "Bild" in einer Privatklinik im Düsseldorfer Nobelhotel "Breidenbacher Hof" statt. Gut, Düsseldorf ist stimmig, Hauptstadt der Bescheidenheit, meist introvertierte, zurückgenommene Menschen, denen nichts so fremd ist wie Gequatsche und Großspurigkeit. Aber: Wir haben mit diesem Hotel nichts zu tun!! Keine Ahnung, aber es kann sich höchstens um eine verarmte Seitenlinie unseres Stammbaums handeln. * Und wieder mal hängt alles mit allem zusammen:Der geschasste französische Haushaltsminister Cahuzac, der Schwarzgeld auf einem Schweizer Konto hatte und dem Parlament diesbezüglich frech ins Gesicht log, ist gelernter Schönheitschirurg und verdiente sein Geld hauptsächlich mit.....Haartransplantationen! Wie von selbst fällt uns da der Schlager "Wärst Du doch in Düsseldorf geblieben" ein, gesungen 1968 von Dorthe Kollo. Nun entnehmen wir der wunderbaren FAZ, dass 77 Prozent der Franzosen ihre Politiker für korrupt halten. Das ist natürlich Quatsch. Denn wahrscheinlich sind 97 Prozent der französischen Politiker korrupt. Wahrscheinlich gibt es überhaupt nur drei unbestechliche französische Politiker: Asterix, Obelix und Idefix, der kleine Hund von Obelix. * Wie auch immer, jedenfalls hat der französische Premierminister Ayrault angeordnet, dass all seine Regierungsmitglieder ihre Vermögensverhältnisse offenlegen müssen. * Wir phantasieren einfach mal, wie das übersetzt auf deutsche Spitzenpolitiker ausfallen könnte. Unser aller Kanzlerin: Kein Haus mit Schwimmbad auf Ischia (minus 1,5 Millionen Euro). Eine Datsche in Meck-Pomm (30.000 DDR-Mark). Sammlung von bundestagstauglichen Einkaufstaschen, in Anlehnung an die berühmte "Kelly Bag" von Hermès, benannt nach Grace Kelly, "Mutti Bag" genannt (Wert unhermèslich). Günther, the Englishman Oettinger: Pensionsansprüche als EU-Kommissar (geschätzt 2 Milliarden Euro). Eine Wörterbuch-Sammlung Englisch - Schwäbisch (antiquarisch 6,80 Euro). Rainer Brüderle:Erlös aus dem Verkauf einer Beteiligung an dem Münchner Modehaus "Loden Frey GmbH und Co. KG", spezialisiert auf Trachten, Lederhosen, Dirndl etc., wobei uns bezüglich Letzterem das Modell "Raubling Sportalm, kurz mit Schürze" aufgefallen ist durch den irritierenden Hinweis "Oberteil mit kastenförmigem (!) Ausschnitt". (Erlöswert von Brüderles Anteilen lediglich 1.000,- Euro, da Notverkauf). Peter, the Body-Mass-Index Altmaier:heimliche Beteiligungen an McDonalds (2,5 Millionen Euro) und WeightWatchers (250 Euro). Eigentumswohnung mit extra verstärkten, stahlarmierten Böden, Toiletten und Badewannen (unbezahlbar, bei dem Gewicht).