Heidel, Heldt und Mainzer Helden

Im September 2015 begegneten sich 04-Manager Horst Heldt und 05-Kollegen Christian Heidel (re.) zuletzt bei einem Pflichtspiel. Rund um das Rückspiel in Mainz könnte Heidel seinen Wechsel  in die Arena AufSchalke bekannt geben. Archivfoto: imago

Noch immer viele Fragezeichen um Christian Heidel und seinen wohl bevorstehenden Wechsel zu Schalke 04. Die Gerüchte halten sich hartnäckig, dass es schon in dieser Woche...

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. Von Dennis Rink

Die Uhr tickt. Spätestens in drei Wochen soll auch offiziell Klarheit herrschen in der Frage, wann Christian Heidel den Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05 verlässt und wer sein Nachfolger wird. Dieses Zeitfenster hatte der 52-Jährige selbst gegenüber dieser Zeitung im Gespräch im Wintertrainingslager der 05er in Marbella aufgemacht. Das ist fünf Wochen her. Passiert ist – offiziell – noch nichts und die restlichen drei Wochen gehen auch schnell rum. Die Uhr tickt also. Doch die Gerüchte halten sich hartnäckig, dass Heidel sich zeitnah nach dem Heimspiel der 05er am Freitag gegen – was ein Zufall – Schalke erklären wird.

Vor allem deshalb steht diese Begegnung unter ganz besonderen Vorzeichen. Während Heidel mit S04-Sportvorstand Horst Heldt seinen vermeintlichen Vorgänger in der Coface Arena begrüßen kann, dürfen sich die Schalke um Trainer André Breitenreiter schon einmal ihren neuen Vorstandsvorsitzenden ansehen. Klar, dass dieses Thema das Geschehen am Freitagabend bestimmen wird – und auch schon vorher. So mahnte Breitenreiter in der Sport Bild nun an, dass eine Kaderplanung nicht einfach sei, wenn eine endgültige Entscheidung noch ausstehe.

Viel Lob im Vorfeld

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Heldt indes sieht einer Begegnung mit Heidel am Freitag entspannt entgegen und überhäuft den 05-Manager im Vorfeld sogar mir Lob. „Ich finde, dass er einen hervorragenden Job macht in Mainz. Er hat Mainz auf die nächste Ebene geführt. Da hat er einen maßgeblichen Anteil dran“, sagte Heldt. Auch auf ein Treffen freue er sich. „Ich freue mich natürlich immer, alte Bekannte zu treffen, wie auch Christian Heidel. Dementsprechend werden wir uns begrüßen, es gibt keinen Grund, das nicht zu tun“, erklärte der 46-Jährige. Interessante Nebenschauplätze auf der Bühne Bundesliga.

Warum wir uns an dieser Stelle ausführlich dem Thema Heidel und Schalke widmen können? Weil sich die 05er mit dem 1:0 in Hannover und 30 Punkten auf dem Konto in die entspannte Situation gespielt haben, die Partie gegen Schalke ohne Druck angehen zu können. Eher sogar mit dem Ansporn, mit einem Erfolg punktemäßig zu den Königsblauen aufzuschließen. Als Siebter hat der FSV nicht nur Kontakt zu den europäischen Plätzen, sondern liegt sogar drei Punkte vor Vizemeister und Pokalsieger VfL Wolfsburg. Alleine das unterstreicht, was für eine starke Saison die Mainzer spielen. Respekt! Deshalb wird auch das Heimspiel gegen Schalke eine spannende Angelegenheit – ebenso wie die Geschehnisse rund um die 90 Minuten. Denn die Uhr tickt.