Donald will kein Pokémon sein

Donald Trump. Foto: dpa

Es gibt kleinere und größere Monster; manche sind, zumindest nach allem, was bekannt ist, männlichen Geschlechts, haben aber trotzdem eine Dauerwelle. Und dann gibt es da...

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. In Zeiten wie diesen sind harmlose Blödeleien mit Computern oder Handys vielleicht eine Ablenkung. Wir hörten am Donnerstag beim wunderbaren Radiosender SWR 3, ein Redakteur habe sein Smartphone fallen lassen, und seitdem erscheine auf jenem als Hingergrundbild ein ihm völlig unbekanntes Damen-Kleid. Das ist echt amüsant, denn normalerweise ist es ja umgekehrt: Es fällt ein solches Kleid, und später hat man dann mit einem bis dahin völlig unbekannten Handy zu tun. * Was ja unglaublich en vogue ist im Moment: Pokémons. Geschätzte Eltern und Großeltern, wir können uns an dieser Stelle nicht mit weitschweifigen Erklärungen aufhalten, zumal wir das Ganze selbst nicht ganz verstanden haben. Fragt Eure Kinder bzw. Enkel. Aber vorab schon mal so viel als Trost: Pokémon ist die Abkürzung von „Pocket Monster“, also Taschen-Monster. Dennoch geht es keineswegs um Menschen, die öfter mal jubeln: „Schaaatz, Gucci hat reduziert, und mit dem gesparten Geld geh‘ ich schnell mal bei Hermès vorbei.“ * Knallhart dementiert wurden Gerüchte, der türkische Präsident Erdogan spiele Killerspiele auf dem Computer. Das sei ihm zu virtuell, verlautet aus Ankara, er halte sich da viel lieber ans reale Leben. Nicht verifiziert wurden zudem Mutmaßungen, über die in einem Teil unserer Zeitung schon berichtet wurde, nämlich, dass Erdogan Jan Böhmermann als Deutschlehrer und Spezialisten für Gedichte in die Türkei holen wolle, als Ersatz für die vielen inhaftierten Intellektuellen dort. Laut böser Zungen hat Jan Böhmermann als Bedingung für ein Engagement in der Türkei genannt, dass Erdogan in den Ausnahmezustandsregelungen garantiert, dass auch Ziegen keinerlei sexuelle Übergriffe zu befürchten haben. * Zugleich taucht die Überlegung auf, Erdogan wolle in der Türkei auftauchende Pokémons sofort verhaften. Dann steht zu erwarten, dass die AfD-Aktivistin Beatrix von Storch, Kanonen-Trixi, wie wir sie nennen, Erdogan empfiehlt, auf feindliche Pokémons nach Grenzübertritt schießen zu lassen. * Unabhängig davon haben sowohl der amerikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump als auch die chinesischen Reifenhändler, die den Flughafen Hahn nicht kaufen wollten, erklärt, sie seien keine Pokémons. Übrigens trägt Trump wegen seiner Haare jetzt den Spitznamen „Dauerwellen-Donald“. Wir nennen ihn aber lieber „The All American Vollpfosten“. * Ein Begriff, der auch immer wichtiger wird: Darknet. Nicht zu verwechseln mit Darkroom. Banausen hatten zunächst gedacht, Darknet, das seien diese lichtlosen Restaurants, in denen man nicht sieht, was man isst, was im Übrigen auch bei manchen normalen Restaurants nicht schlecht wäre. Nein, Dark¬net ist offenbar eine Art Internet für Fortgeschrittene. Alles kann, nichts muss, im Guten wie im Bösen. Nach dem alten Motto: Im Dunkeln//ist gut Munkeln. Angeblich hat Kanzleramtsminister Peter the-Body-Mass-Index Altmaier begeistert ausgerufen: „Darknet, wunderbar, wir Schwarzen müssen zusammenhalten“, und versucht, dort eine Monster-Pizza mit vierfach Käse zu bestellen. Wohingegen die rheinland-pfälzische Landesregierung Wert auf die Feststellung legt, sie habe den Flughafen Hahn weder im Dark¬net noch im Darkroom angeboten. * „Unglaubliche Rede einer unglaublichen Frau“ – nun, so etwas sagen hin und wieder Männer in desolatem Zustand über ihre bessere Hälfte, und solche Sätze haben dann einen unglaublich weiten Interpretationsspielraum, vor allem nachts gegen 3. Absolut positiv gemeint hat diesen Satz aber Barack Obama, nachdem seine Frau Michelle „Ma Belle“ Obama ihre Rede beim Nominierungsparteitag für Hillary Clinton gehalten hatte. „Spiegel Online“ schreibt über Michelle, die Frau mit der interessantesten Oberarm/Schulterpartie diesseits des Urals: „Nun möchten viele lieber von Michelle Obama als von Hillary Clinton regiert werden.“ Wir sagen: „Yes, yes, yes. Mindestens.“