Die dunklen Geheimnisse des Usain Bolt

Usain Bolt am Boden! - Ach nein, der jamaikanische Doppelweltmeister ist in Peking beim Jubeln lediglich mit einem chinesischen Kameramann auf einem Segway zusammengestoßen. Wahre Geschichte! Foto: dpa

Derzeit findet ja die Leichtathletik-Weltvermarktung (WM) in Peking statt, wo dieser kleine fette Mops dauernd seine Verwandtschaft erschießen lässt... Ach, nein, das...

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. Also, Peking, ein Schlaraffenland für kritische Geister und eingefleischte Demokraten. Das Stadion heißt „Vogelnest“. Und da pfeifen es die Spatzen von den Dächern, dass es wieder, sagen wir mal: pharmazeutische Probleme gibt.

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Nehmen wir mal diesen Usain Bolt. Am Donnerstag beim 200-Meter-Finale. Ganz nebenbei: Wir haben jetzt erkannt, warum der Mann gerade über 200 Meter so schnell ist, der macht eine Abkürzung, läuft eine Kurve. Logisch, dass man mit so einer Abkürzung weniger Zeit braucht.

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So. Nach dem Zieleinlauf fasst sich Usain Bolt an die Brust! Manchmal klopft er sich sogar an die Brust! Der Mann hat medizinische Probleme! Vielleicht nur banales Sodbrennen oder heimtückischer Schluckauf. Oder eine gewisse Aspirin-Unverträglichkeit. Mein Gott, ein Arzt muss dem Mann helfen.

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Die 100 Meter hat Bolt auch gewonnen, aber gegen den Amerikaner Justin Gatlin nur ganz knapp, vielleicht um zehn Milligramm. Von was? Doping mit Blick auf die WM? Quatsch! Böse Zungen behaupten, das gehe bei Bolt nach dem Django-Prinzip: Django zahlt heute nicht, Django hat Monatskarte. Analog: Usain nimmt vorher nix, Usain hat Jahresabo. Gerüchten zufolge haben sie die Dopingtests bei ihm auch eingestellt, nachdem sie für die Urinprobe immer Röhrchen aus Panzerglas gebraucht haben, die normalen seien durchgeschmolzen, wenn er hinein urinierte. Wir denken trotzdem, dass er überhaupt nix zu nehmen braucht. Es ist wie bei Obelix. Er ist als Kind in den Kessel mit dem Zaubertrank gefallen.

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Liebe Feministinnen, verehrte Alice Schwarzer-Jüngerinnen oder auch gerne noch jünger, ihr müsst jetzt ganz stark sein. Denn wir teilen mit, welches unsere Lieblingsdisziplinen bei dieser wie bei jeder Leichtathletik-WM sind. Gerne nehmen wir Schmähungen entgegen – jaaa, schlagt uns! – das Mindeste, was wir erwarten, ist ein #killtbreidenbach. Eine einfache Beschimpfungsmail tut‘s aber auch, wir versprechen hoch und heilig, dass wir die originellsten veröffentlichen. Also, unsere Lieblingsdisziplinen sind und bleiben Stabhochsprung und Hammerwerfen jeweils der Frauen! Beides hat mit Physik zu tun, was uns enorm interessiert, in Sonderheit natürlich mit Schwerkraft. Die wirkt sich mal so, mal so aus. Diese Ästhetik! Nur ganz wenige der Damen verderben alles mit Tattoos an den ganz falschen Stellen. Aber sonst: grandios, ästhetisch.

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Beim Hammerwerfen fällt uns der alte Spruch von Insterburg & Co. ein – nur wir ganz Älteren erinnern uns: „Das Klagelied der IG Metall – O Jammer, o Jammer//er hat keinen Hammer.“

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Enorm ästhetisch fanden wir auch den Lauf der Frankfurterin Gesa Felicitas Krause: Bronze über 3000 Meter Hindernis. Wobei man der Fairness halber sagen muss, dass es die Hindernisläufer und -läuferinnen in Peking leichter hatten als gedacht, weil die chinesischen Verantwortlichen darauf verzichtet haben, oben auf den Hindernissen Stacheldraht anzubringen, was chinesische Verantwortliche sonst irgendwie schon gewohnheitsmäßig tun. Gesa, wie wir sie nennen, ist somit mal wieder ein leuchtendes Beispiel dafür, wie man in Frankfurt auch mit anderen Trainingsmethoden als dem Bembelstemmen in Sachsenhausen berühmt werden kann.

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Wir lesen bei der Deutschen Presse-Agentur (dpa), dass in Mainaschaff in Unterfranken ein Hund reglos mitten auf der Fahrbahn lag, woraufhin eine Autofahrerin ausstieg, woraufhin der Hund putzmunter auf- und ins Auto sprang und nicht mehr raus wollte. Leute! Das ist doch eine uralte Nummer! Es gibt ja wirklich lustige Vögel unter den Hunden. Wir lernen daraus: Wenn wir in eine solche Lage kommen, ist die Frage, wo der Hund begraben liegt, eine voreilige (und zudem pietätlos). Im Übrigen haben sich die Hunde auch spezialisiert. Dackel schauen treuherzig – sogenannter Dackelblick –, und kapern dann Kleinwagen. Manche Hunde mögen vor allem Schnittiges, Porsche, Ferrari – sogenannte Schlittenhunde. Die Cabrio-Fans unter den Hunden heißen Windhunde. Angeblich gibt es das Ganze auch bei der Bahn und bei der Bundeswehr. Bei der Bahn gibt es Hunde, die sich auf Schlafwagen spezialisiert haben: sogenannte Wachhunde. Und ganz besonders für Kampfpanzer schwärmen die sogenannten Kettenhunde.