Die Breite im 05-Kader zahlt sich jetzt aus

Kann den Kollegen Danny Latza (li.) gegen die TSG Hoffenheim nicht unterstützen: Stefan Bell. Archivfoto: Sascha Kopp

Bell verletzt, Donati gesperrt - gut, dass mit Brosinski, Bungert, Bengtsson und dem talentierten Hack noch genug erwiesenermaßen bundesligataugliche Spieler in der...

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. Von Bardo Rudolf

Die Verletzung hört sich dramatischer an, als sie ist. Stefan Bell hat sich im Spiel gegen Schalke 04 ein „Knie-Trauma“ zugezogen. Lange ausfallen wird der Innenverteidiger des Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05 damit zwar vermutlich nicht. Dennoch muss Trainer Martin Schmidt am Samstag im Spiel bei 1899 Hoffenheim auf seinen bisherigen Stammspieler verzichten.

Fehlen wird auch Giulio Donati. Der Zugang brachte im Winter von Bayer Leverkusen vier Gelbe Karten in seiner Saison-Statistik mit, kassierte nun gegen Schalke eine weitere Verwarnung und ist deshalb am Samstag gesperrt.

Damit muss Schmidt die Hälfte seiner zuletzt so erfolgreichen Abwehrreihe umstellen. Der Defensivblock der -05er hat sich in der Rückrunde als kaum zu überwinden erwiesen. Wird dieser Wall angesichts der notwendigen Umstellungen nun gegen Schlusslicht Hoffenheim löchrig? Das ist nicht zu befürchten. Denn der Mainzer Kader ist so breit aufgestellt, dass er Ausfälle von Leistungsträgern ohne entscheidenden Qualitätsabfall kompensieren kann.

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Ex-Stammspieler wieder gefragt

Für Donati wird aller Voraussicht nach Daniel Brosinski in die Startelf rücken. Der war als Stammspieler unter anderem an der erfolgreichen Hinrunde in dieser Saison beteiligt und hat durch die Donati-Verpflichtung sicherlich noch einmal einen Schuss mehr Motivation erhalten, an seinen Schwächen zu arbeiten. Und für Bell kommt wohl Niko Bungert ins Team. Ein gestandener Bundesliga-Spieler also, der vermutlich in der Rückrunde regelmäßig von Anfang an auf dem Platz gestanden hätte, wenn ihn nicht Muskelprobleme in der Winter-Vorbereitung ausgebremst hätten.

Eine Abwehrreihe mit Brosinski, Leon Balogun, Bungert und Bussmann ist folglich absolut bundesligatauglich und der beste Beweis dafür, wie sich Mainz 05 in den vergangenen Jahren entwickelt hat. Vor einigen Spielzeiten war auf mehreren Positionen noch eine Kluft zwischen der ersten Elf und den „Bankspielern“ sichtbar. Heute stehen Martin Schmidt mehr als 20 Fußballer zur Verfügung, die er bedenkenlos ins Spielgeschehen schicken kann.

Dies zeigt auch ein Blick auf die Profis, die gegen Schalke fit waren, aber nicht zum Einsatz kamen. Pierre Bengtsson, Christoph Moritz, Henrique Sereno, Alexander Hack oder Suat Serdar hätten einige Konkurrenten gerne in ihrem Kader. In Mainz müssen diese Spieler aber um jede Einsatzminute kämpfen. Und auf ihre Chance lauern.