Breidenbachs Woche: Weihnachtet es bei Helene und Florian?

Helene Fischer und Florian Silbereisen, hier ein Foto vom Januar 2019.  Foto: dpa

Es waren einmal ein Silbereisen und ein Goldkehlchen, die teilten sich sogar ihre Zahnbürste. Unhygienisch? Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

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. Stille Nacht? Vieles kracht! Aber gottlob nicht alles. Wir erinnern uns: Helene Fischer, in puncto „angebetet werden“ die fleischgewordene Jungfrau Maria des neuen Jahrtausends, und Florian Silbereisen, der nicht nur vom Namen her, sondern auch wegen seiner physischen Statur manchmal an einen Golfschläger denken lässt, waren lange zusammen und haben sich schließlich getrennt. Aber: Alte Liebe rostet nicht, genau so wenig wie silberne Golfschläger rosten. * Und nun lesen wir im Fachorgan „Bunte“ folgendes Bekenntnis von Florian: Er und Helene hätten sich bisweilen „sogar die Zahnbürste geteilt“. Nun. Wir kamen zwar nicht ins Darknet rein, aber bei Google haben wir drei Stunden gesucht, ob das womöglich das ist, wonach es sich anhört: eine, sagen wir „Besonderheit“ von Erotik und deren Weiterungen. Aber nein. Jedenfalls haben wir nix gefunden. Außer, dass Zahnarztportale vor dem Risiko warnen, sich bei solchen oralen Praktiken mit Parodontitis anzustecken. Aber: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Helenes Hit „Atemlos durch die Nacht“ erscheint da jetzt freilich in neuem Licht. Atemlos wegen Parodontitis? Auch über den Begriff „auf dem Zahnfleisch gehen“ muss man jetzt neu nachdenken. Und die alte Zahnpasta-Werbung, in der das kleine Mädchen, den Zahnarzt im Blick, ruft: Mutti, Mutti, er hat überhaupt nicht gebohrt – nun ja. * Fazit: Die Boulevard-Medien heizen bei Helene und Florian gerne in Richtung – wie sollen wir sagen: Wiedervereinigung? Denn, merke: Man muss den Eisen schmieden, solange er heiß ist. * Boris Johnson: Ist er heiß//oder macht er nur Sch...? Wenn der Dichter Theodor Storm (1817 - 1888) heute noch lebte, würde er sein Weihnachtsgedicht „Knecht Ruprecht“ mit Blick auf Johnson, den blonden Wischmopp auf Ecstasy, umdichten in „Knecht Rüpel“: Von drauss vom Brexit komm ich her//Ich muss euch sagen, mein Ecstasy-Sack ist nie leer.//All überall auf den Tower-Spitzen//sah ich deshalb goldene Pfundnoten sitzen.//Und droben aus dem Himmelstor//sah mit großen Augen Maggie Thatcher hervor.//Und wie ich so strolcht (!) durch den finsteren Tann//Da rief sie mich mit schriller Stimme an.// „Knecht Rüpel“, rief Maggie, das alte Gestell, „pfeif‘ auf Europa und verpiss dich ganz schnell.“ * Die Zeitung „Die Welt“ legt nun dar, Johnson habe neben englischen und, kein Scherz, bayerischen Vorfahren auch noch solche aus der Türkei, Amerika und Russland. Er ist also eine Melange aus Erdogan, Trump, Putin und, ja verreck, dem Scheuer Andy – Autobahn-Andy, sagen manche auch. Mit im Spiel bei den Ahnen sei auch ein uneheliches Kind des Prinzen Paul von Württemberg, Spätzle-Paule, wie viele ihn nennen, der „aus der Linie des zweiten Hannoveraner Königs auf dem englischen Thron“ stamme. Erschrocken denken wir, Hannover, hat der Schröder Gerd wieder mitgemischt? Aber nein, gemeint ist George II. Johnson selbst, so „Die Welt“, nenne das Ganze „Ein-Familien-Schmelztiegel“, was immerhin pompöser klingt als „Zwei-Raum-Wohnung“. Der Begriff „Schmelztiegel“ treffe, so die Zeitung, „auf geradezu schwindelerregende Weise zu.“ Wir finden, der Begriff „schwindelerregend“ trifft im Zusammenhang mit Boris Johnson auf geradezu unfassbare phantastische Weise absolut immer zu.