Breidenbachs Woche: Trump – das Wesen aus dem Sumpf?

Donald Trump. Foto: dpa

Sein oder Nichtsein, das war zu Zeiten Hamlets die Frage. Das hatte noch Format. Heute heißen die Optionen manchmal nur noch “Idiot” oder “verdammter Idiot”.

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. „Ihn umbringen.“ „Viele töten.“ Nach solchen Sätzen gibt es normalerweise zwei Szenarien. Entweder, die Mama bindet sich selbst ihr Schürzchen und ihrem Dreijährigen das Lätzchen strammer, macht das Löffelchen ordentlich mit Spinat voll und schmeichelt: „Halt die Klappe, ein Löffelchen für Mutti, ein Löffelchen für Nahles, ein Löffelchen für den durchgeknallten Onkel Gauland.“ Oder Mama schimpft milde: „Opi, sei still, hast du wieder deine Medikamente nicht genommen?!“ Die „umbringen/töten“-Sätze stammen aber von Donald Trump, und genau da fängt unser Problem an. Der Watergate-Reporter Bob-„druck es, Baby“-Woodward hat ein Buch geschrieben. Da steht zu lesen, Verteidigungsminister Mattis habe über Trump gesagt, der habe die Auffassungsgabe eines Fünft- oder Sechstklässlers. Das rief das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen auf den Plan. Sie wollen Mattis wegen seelischer Grausamkeit verklagen, begangen an allen Fünft- und Sechstklässlern dieser Welt.

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Zur Wahrheit, das muss man zur Ehrenrettung Trumps anmerken, gehört aber auch, dass es unter den Trump-Mitarbeitern schon ganz erhebliche Meinungsunterschiede gibt. Während etwa der ehemalige Außenminister Tillerton Trump laut Woodward einen „verdammten Idioten“ nennt, hält Stabschef John Kelly Trump lediglich für einen „Idioten“.

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„Insel im Sumpf – Ist es möglich, dass es unser Universum gar nicht gibt?“, fragt der „Spiegel“. Nun, das würde manches erklären. Man könnte es dem Universum nicht verdenken, wenn es sich aus Scham über die vielen Idioten aus dem Sumpf selbst zerstört hätte. In Wahrheit geht es aber um die Ideen eines Harvard-Physikers namens Cumrun Vafa, der Sätze sagt wie: „Die dunkle Energie ist allgegenwärtig.“ Wahrscheinlich fährt Cumrun Diesel und ist ein Fan von Darth Vader, der ihm jede Nacht sagt: „Ich bin Dein Euro 4.“ Im Grunde haben wir kein Wort der Geschichte verstanden, merkten aber auf, weil Physiker-Kumpels von Cumrun angeblich „String-Forscher“ sind. Nun, der berühmteste String-Forscher, der uns einfällt, ist Mick Jagger. Der ist aber auch in die Jahre gekommen. Unklar, ob er sich noch für Tangas interessiert.

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In gewisse Weise könnte man auch Trump als String-Forscher bezeichnen. Genaueres weiß bestimmt die Ex-Stripperin Stormy Daniels. Dann kommen noch zwei wichtige Sätze: „Die Strings, aus denen all ihr Denken besteht, sind aberwitzig winzig.“ Na klar, wenn schon, denn schon. Und: „Wer versuchen wollte, sie (die Strings) sichtbar zu machen, würde Teilchenschleudern galaktischen Ausmaßes dafür benötigen.“ Welche Teilchen meinen die? Wir lassen das einfach mal so im Raum schweben.

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„Was ist los mit der Bahn?“ fragt die Süddeutsche Zeitung. Wir sagen: „Nix.“ Sie haben mal wieder zu wenig Kohle; sicher hat Lukas, der Lokomotivführer, damals, als es noch nicht so drauf ankam, alles verheizt. Jetzt soll strenger kontrolliert werden. Genau! Man sollte wie Anfang der 60er Jahre wieder diese Kontrollhäuschen haben, ehe man zu den Bahnsteigen kommt. Die hießen „Bahnsteigsperren“ und man brauchte mindestens eine Bahnsteigkarte, um durchzudürfen. So einen Job können natürlich nur Super-Kontrollettis machen. Stell dir vor, du kommst an so ein Häuschen, der Seehofer hockt drin und fragt dich, ob er deine Bahnsteigkarte knipsen darf, und ob du irgendwo den Maaßen gesehen hast.