Breidenbachs Woche: Spätzle Spezial

Cem Özdemir. Foto: dpa

Cem Özdemir hat nix mehr zu rauchen, deshalb soll die Grünen-Fraktion künftig nach seiner Pfeife rauchen... ähh, tanzen.

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. Cem Özdemir möchte Fraktionschef der Grünen werden. Manche sagen, das sei nur Langweile, weil er keine Hanfpflanze mehr auf dem Balkon habe. Mit einer solchen hatte er 2014 als Bildmotiv Furore gemacht. „Held der Hanfpflanzen“ nennen wir Cem seitdem. Jetzt befürchtet er, sein Traum, baden-württembergischer Ministerpräsident zu werden, sei im Eimer, weil Winfried Kretschmann (71) noch die nächsten 30 Jahre lang antreten könnte. Unter den vielen Grünen, die das für sehr wahrscheinlich halten, befindet sich auch Winfried „Kretsche“ Kretschmann selbst. Assoziationen mit der „Blut-Grätsche“ beim Fußball liegen nahe, bei der „Kretsche“-Grätsche werden Leute allerdings „nur“ durch langsames Reden ins Koma gebracht. * Der bisherige Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter schrieb, es gehe jetzt darum, dass er, Hofreiter, sich endlich einen anständigen Friseur suchen müsse....kleiner Scherz. Angeblich hat Hofreiter aber schon nach der Handynummer von Robert Habecks Friseur geforscht, vorsichtshalber auch nach der von Annalena Baerbocks Friseur. * „Ja, verreck“, wird sich der Scheuer Andy gesagt haben. Der Bundesrechnungshof tadelt laut FAZ die Untätigkeit des Bundesverkehrsministers Andreas Scheuer (CSU) beim Bahnprojekt Stuttgart 21. Der Rechnungshof vermisst bei der überwiegend unterirdischen Baumaßnahme „eine begleitende Überwachung“ – quasi eine Art Escort-Service „Spätzle Spezial“. Der Finanzbedarf lag einst bei 4,5 Milliarden, nun bei 8,2. Leute, jetzt macht kein Gedöns wegen kaum vier Prozent! Der Rechnungshof sagt aber, um weitere Risiken zu finanzieren „gibt es keinen Puffer mehr.“ Damit sind keineswegs Bordellbetriebe in Bahnhofsnähe gemeint, auch wenn deren Einnahmen den Finanzbedarf leicht decken könnten. * Kommen wir zu wichtigen Themen. Ständig, zum Beispiel in dieser Zeitung am vergangenen Mittwoch, lesen wir Spekulationen, bald solle eine Frau als Jane Bond die Rolle von James Bond übernehmen. Nun. Was passieren kann, wenn in einem bedeutenden Umfeld zum ersten Mal eine Frau ganz alleine die Führung übernimmt, war bis kürzlich bei der SPD zu besichtigen. * Seit Juni steht jedenfalls fest, dass Andrea Nahles James Bond nicht ersetzen wird. In der Bond-Debatte kommt dann so sicher wie das „Amen“ in der Kirche irgendwann das unsägliche Geplapper über angebliches Macho-Gehabe. Dann wird, etwa bei www.deutschlandfunkkultur.de, ein Spruch von Bond-Darsteller Roger Moore im Film „In tödlicher Mission“ (1981) zitiert. Er sagt zu seiner Bettgefährtin: „Jetzt zieh dich an und ich kauf dir ein Eis.“ Wir finden das jetzt gar nicht so furchtbar machohaft, er hätte ja auch sagen können: „Jetzt zieh dich an und geh mir ein Eis kaufen.“ Oder: „Jetzt zieh dich an und geh mir ein Eis kaufen – oder kannst du das auch nicht?“ * Zu den prominenten Bond-Girls zählte einst auch eine berühmte Wiesbadenerin: Karin Dor, 1967 unter der Ägide von Sean Connery in „Man lebt nur zweimal“. Heißt: Winfried Kretschmann, damals 19 und ein katholisches Internat überstanden habend, war von Karin Dor angetan und erkor „Man lebt nur zweimal“ zu seinem Lebensmotto, auch, was politische Ämter betrifft. Und:_Man sollte beim Casting für eine etwaige Jane Bond – „Sag niemals nie“ zum Trotz – nie auf Wiesbadenerinnen verzichten.