Breidenbachs Woche: Schwan bringt die SPD zum Schwärmen

Eine Abstimmung bei der SPD. Symbolfoto: dpa

Erste Show der neuen Reihe DSDS, Deutschland sucht die Supersozis, in Saarbrücken. Topstars dabei: Oskar Lafontaine und Sahra Wagenknecht. Kleiner Scherz.

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. Dreamteam bei der ersten Regionalkonferenz der SPD: Ralf Stegner, der mit seiner Miene Steine zum Weinen bringt, und Gesine Schwan, die 2004 bei ihrer Bundespräsidentschaftskandidatur gegen Horst Köhler durch ihre Stromschlagfrisur auffiel. Wir haben‘s gesehen. Mein lieber Schwan.

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Es ist kein Wunder, dass der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sein Bundesland für‘s Erste vor Pegida gerettet hat: Wir lesen in der wunderbaren Süddeutschen Zeitung, Kretschmer habe an „seltsamen Orten“ Wahlkampf gemacht, zum Beispiel am knietiefen Pool der Chemnitzer Event-Bar „Uferstrand“, wo er eine flammende Rede gehalten habe, neben „aufblasbaren Flamingos“. Ob letztere daraufhin Beifall klatschten und vor Begeisterung aus der AfD aus- und in die CDU eingetreten sind, oder ob sie vor Freude in den knietiefen Pool sprangen, wir wissen es leider nicht.

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Was wir allerdings ahnen: Lieber Uferstrand als uferlos. Nun müssen wir ehrlicherweise sagen, dass eine „Event-Bar“ nicht direkt das Nächstliegende war, was wir ausgerechnet in Chemnitz vermutet hätten. Wir gehen also auf die Website von „Uferstrand“ und sehen dort ein Bild mit 15 gut aussehenden, fast vollständig bekleideten jungen Damen und die Überschrift: „Junggesellenabschied“. Bei einem solchen könne „Uferstrand“ Endstation oder Startpunkt „oder auch nur ein kurzer Stopp zwischendurch“ sein. Was unter „zwischendurch“ verstanden wird, ist nicht näher umschrieben. Weiter lesen wir: „Gestalten Sie die Location ganz nach Ihren Wünschen. Die Themenwelten DDR, Orient und Alm bieten die Möglichkeit, den Junggesellen/Junggeselinnen(!)-Abschied zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen.“ Klar. DDR: Go, Trabi, go. Orient: Bauchtanz, mindestens. Alm: auf der gibt‘s koa Sünd‘, dafür vielleicht Heidi. Oder: gleich das Jodeldiplom machen, dafür ist ein Junggesellen*innen-Abschied eine fantastische Gelegenheit.

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Wenn dann der Junggesellenabschied über die Bühne gegangen ist, ohne dass jemand ertrunken wäre: Auch für Hochzeiten bietet sich „Uferstrand“ an. Wir lesen: „Verantwortlich für die Betreuung unserer Brautpaare ist Frau Jacqueline Exel, mit ihrem Unternehmen ‚Die Verheirater‘ auch über die Grenzen Sachsens bekannt.“ Jacqueline Exel kommt bestimmt aus einer Seitenlinie der berühmten Familie Excel, die bekanntlich die Tabellen erfunden hat. Logisch. Eine Hochzeit ohne Tabellen, geht gar nicht.

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Guter Übergang zum Brexit. Boris Johnson, der blonde Wischmop auf Ecstasy, wie wir ihn nennen, wurde schwer gebeutelt. Dem Gesetz gegen einen ungeregelten Brexit stimmte zuerst das Unterhaus zu, eine Art Bundestag. Und dann musste auch noch das Oberhaus zustimmen, das House of Lords. Der volle Titel des House of Lords ist: „Die sehr ehrenwerten geistlichen und weltlichen Lords des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland, im Parlament versammelt“. Genau. Da wird einem dann manches klar. Aber jetzt: Brexit ungeregelt? „Das wäre Mord“//so sprach der Lord. Auch das Oberhaus stimmte gegen den No-Deal-Brexit. Aber Johnson gibt bestimmt nicht auf. Der Wischmop mobbt weiter