Breidenbachs Woche: Macron & Trump – Kuss am Schluss

Der französische Präsident Emmanuel Macron und der US-Präsident Donald Trump. Foto: dpa

Trennen sich der französische Präsident und der amerikanische Twitterer von ihren jeweiligen Ehefrauen und werden ein Paar? Und wie ginge unsere arme Kanzlerin mit so einer...

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. Wir weinen vor Erschütterung! „Distanzierte Haltung, kühler Blick: Glücklich wirkten Emmanuel und Brigitte Macron zuletzt nicht. Kriselt es beim französischen Präsidentenpaar?“, fragte das Fachmagazin „Bunte“ am Donnerstag. Und da fällt es uns wie Schuppen von den Augen, genau so, wie es Emmanuel Macron bei seinem Washington-Besuch offenbar wie Schuppen aus den Haaren fiel und der angebliche amerikanische Präsident Donald Trump ihm am Anzug herumfummelte, um selbige zu entfernen! Diese Händchenhalterei zwischen Trump und Macron, diese Wangenküsse! Uns kommt da die Geschichte aus den neunziger Jahre in den Sinn: Der Torjäger des 1. FC Köln, der Österreicher Toni Polster, sagt mit Blick auf seinen Trainer Peter Neururer: „Wir lassen uns von unseren Frauen scheiden und ziehen zusammen.“ Was der Polster Toni tatsächlich über Neururer dachte, steht in seinem Buch „Doppelpack“: Neururer sei ein Profilierungsneurotiker, heimtückisch, „als Mensch zum Vergessen“. Läuft die Nummer Macron/Trump genauso? Oder lässt sich Macron von Trump trösten, weil es mit Brigitte nicht mehr so läuft?

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Vorläufig gehen wir nicht davon aus, dass Macron und Trump zusammenziehen. Andererseits: Irgendwie wären sie ein schönes Paar gewesen – und sie hätten den kleinen Mops aus Nordkorea, Kim Jong Un, adoptieren und ihm notfalls ein paar hinter die Löffel geben können.

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Wenn Trump schon bei Macron so rangeht, was macht er dann erst mit Merkel, die ja jetzt auch nach Washington muss? Der Kuss – ein Muss?

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Es gibt da so einen Song: French Kissin‘ in the USA. „Slip into the velvet glove“, heißt es da, „schlüpf in den Samthandschuh“. Mein lieber Mann!! Jemand, der zu diesem Themenkreis bestimmt eine Menge hätte sagen können, war zu den feierlichen Empfängen Trump/Macron leider nicht eingeladen: Stormy Daniels, eine ehemalige Pornodarstellerin, die vor zwölf Jahren wohl eine Nacht mit Trump verbrachte, und der jetzt 130 000 Dollar Schweigegeld offenbar nicht mehr genug sind. Okay, alles ist relativ. Die wunderbare Süddeutsche Zeitung hat ihr nun eine ganze Seite gewidmet, und wir lesen interessante Dinge. Zum Beispiel, dass sie, die bürgerlich Stephanie Clifford heißt, ihren Künstlernamen nach dem berühmten „Jack Daniel‘s“- Whiskey ausgesucht hat. PR-mäßig cleverer wäre „Stormy Walker“ gewesen, nach „Johnnie Walker“-Whisky: „Der Tag geht//Johnnie Walker kommt“. Trump geht//Stormy Walker kommt. Oder so. Die Süddeutsche schreibt, Stormy Daniels sei nun seit mehr als zwei Jahrzehnten im Strip- und Pornogeschäft und habe „alle namhaften Preise gewonnen, die es in der Branche gibt, die Auszeichnung für die ‚beliebtesten Brüste‘ sogar gleich drei Mal.“ Alles im Lot, aller guten Dinge sind drei.

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Harter Übergang jetzt. Der neue bayerische Ministerpräsident Markus, the Monster, Söder will, dass im Vorraum aller bayerischer Behörden Kruzifixe hängen. Böse Zungen behaupten, die bayerischen Behörden könnten das gut brauchen. Der Innenminister Herrmann hat dann noch gesagt, es gehe auch darum, dass sich Bayern über seine „eigenen Werte, seine eigene Tradition und seine eigene Kultur“ definiere. Eben. Und da wär‘s halt blöd, wenn man da irgendwie Lederhosen, Weißwürste, den Seehofer oder die Goldene Ananas für jahrelanges Verpassen des Champions-League-Finals in die Gegend hängen würde.