Breidenbachs Woche: Ein Hammer in Blond?

Boris Johnson, Wischmop auf Ecstasy oder „Yellowhammer“? Foto: dpa

Boris Johnson klaut seinen Landsleuten vielleicht sogar noch das Essen. Besser läuft es bei Julia Klöckner. Vielleicht schickt sie den Briten ein bisschen von ihrem...

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. Die britische Regierung hat einen geheimen Report darüber veröffentlicht, was passiert, wenn der blonde Wischmop auf Ecstasy, wie wir Boris Bobo Johnson nennen, mit seinem No-Deal-Brexit durchkommt. Unter anderem werde dann angeblich das Essen in England knapp, was angesichts der oft furchtbaren englischen Küche womöglich egal wäre. * Bezeichnend ist, dass der Report, kein Scherz, den Namen „Yellowhammer“ trägt. Das heißt im Deutschen eigentlich „Goldammer“, ein Vogel. Völlig klar ist aber, dass eigentlich Johnson gemeint ist: yellow - gelb/blond, hammer - Hammer. Auch die Beschreibung der deutschen Goldammer bei Wikipedia lässt keinen Zweifel zu, dass Johnson gemeint ist. Demnach haben die Männchen während der Brutzeit „einen leuchtend gelben Kopf“. Ferner: „Der Bürzel ist zimtbraun.“ Nun, da muss man nicht ins Grübeln kommen, kann aber. Nicht zuletzt: „Der Schwanz ist dunkel.“ Diesen Satz werden wir ohne anwaltlichen Beistand niemals kommentieren. Auch lesen wir: „Erwachsene Goldammern fressen größtenteils Samen.“ * Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hat jetzt auch kirchlich geheiratet. Die standesamtliche Trauung hatte in Südafrika stattgefunden, zu Ostern. An Ostern passieren immer fantastische positive Dinge, zum Beispiel ist Jesus da von den Toten auferstanden. Nun also, Anfang September, zu einer Zeit also, die man als vorgezogenen Indian Summer verstehen kann, die kirchliche Trauung jenseits von Afrika, nämlich in Guldental. Warum eine so lange Pause nach dem Standesamt? Nun, nur ganz bösartige Sozis mögen darüber spekuliert haben, ob es denn nun auch im Eherecht, ähnlich wie vor allem bei sogenannten Haustürgeschäften, Fristen für eine Art Rücktritts-/Rückgaberecht gebe. Die Wahrheit ist viel banaler: Den Sommer über hatte Klöckner keine Zeit für eine Hochzeit, da musste sie sich um den sterbenden Wald kümmern und über zwei Sachen nachdenken, erstens: Wie bekomme ich Ersatz für die sterbenden Fichten, weil ja auch in Zukunft Menschen noch hinter die Fichte geführt werden müssen? Zweitens: Wie verhindere ich bei tagelang 40 Grad im Schatten, dass ich erneut, wie schon im Sommer 2018, sage: „Wir lassen die Bauern nicht im Regen stehen.“? * Also. Hochzeit in Guldental in der Kirche St. Martin, nicht etwa benannt nach dem SPD-Beinahe-Kanzler Martin von Würselen, sondern nach Martin von Tours (316 – 397). Der Legende nach schenkte der einem fast unbekleideten frierenden Bettler die Hälfte seines Mantels. Bei der Hochzeit von Guldental war eine vergleichbare Aktion schon deshalb nicht nötig, weil es nicht so kalt war. Falls es doch nötig geworden wäre, wäre dem unter den Hochzeitsgästen weilenden Modedesigner Harald Glööckler bestimmt eine elegantere Lösung eingefallen als – wie bei Martin – einen Mantel mit einem Schwert zu zerhacken. Julia Klöckner trug übrigens ein mit Spitze besetztes Kleid in Creme. Wir gehen davon aus, dass es aus veganem, mindestens Bio-Material gefertigt wurde. Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) schrieb: „Der Sprecher der rheinland-pfälzischen CDU-Landesgruppe im Bundestag, Patrick Schnieder, habe im Gottesdienst die Orgel gespielt, berichteten die Zeitungen der VRM.“ Das sind wir. Also muss es stimmen. War sowieso klar: Als sehr erfahrener CDU-Politiker ist es Schnieder von jeher gewohnt, alle Register zu ziehen.