Als Assistentin zur Show von Atelier Gustavolins

Krawatten als Stirnband - nicht neu, aber in der Kombination sehr gelungen. Foto: Anja Kossiwakis

Wie ich mit etwas Glück die Show von Gustavo Lins sehen konnte...

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. Nach der Show von Julien Fournié sind meine Akkus vom Fotoapparat fast leer. Das gibt es doch gar nicht. Also ab ins Hotel und die Akkus wieder aufladen. Für die nächste Show muss der Fotoapparat wieder einsatzbereit sein!

Auf dem Weg ins Hotel treffe ich wieder Heinz, den Fotografen aus Frankfurt. Im Louvre präsentiert der brasilianische Designer Gustavo Lins seine neue Kollektion. Leider habe ich von der Presseagentur nicht einmal eine Antwort auf meine E-Mail bekommen. Das ist wirklich schade. Heinz hat eine Akkreditierung und ich gehe mit ihm zum Louvre. "Kann ich Dich nicht zur Show als Deine Assistentin begleiten?, frage ich Heinz. "Na klar, das ist ein Versuch wert!", meint Heinz.

Da die Fotografen immer viel zu tragen haben, schnappe ich mir den Rucksack von Heinz und es klappt tatsächlich. Wie cool ist das denn!

Ein Quereinsteiger

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Gustavo Lins ist ein modischer Quereinsteiger, wie hier zu lesen ist. Zuerst hat er Architektur studiert. Bereits einem seiner Professoren fällt auf, dass seine Leidenschaft anderen Gebieten gilt und fragt ihn: "Herr Lins, mit welchen Materialien arbeiten Sie eigentlich lieber: Glas und Stahl oder Leinen und Seide?" Als Antwort zieht Gustavo Lins Anfang der Neunziger Jahre nach Paris, um sein Studium zu beenden. Und lernt gleichzeitig als Assistent sein Handwerk in der Modewelt bei Jean Paul Gaultier und John Galliano.

Die neue Kollektion für das Atelier Gustavolins ist inspiriert von seinen Erinnerungen an Brasilien. Besonders die Farben der Steine und Edelsteine sowie das Farbspiel des Wassers spiegelt sich in den Entwürfen wieder. Die Kollektion ist sehr elegant und vor allen Dingen wirklich tragbar.

Danke, lieber Heinz, dass ich Dich zu dieser Show als Assistentin begleiten durfte!

Anja Kossiwakis