Aber bitte mit Sahne

Udo Jürgens. Foto: dpa

Unsere Weihnachtsaktion beginnt auf vielfachen Wunsch diesmal früher und heißt "Unterstützung für Ursula"

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. George Clooney und die britisch-libanesische Anwältin Amal Alamuddin haben im Rathaus von Venedig die Heiratsurkunde unterzeichnet, entnehmen wir der Süddeutschen Zeitung. Wobei wir einem, der eine Anwältin heiratet, dringend geraten hätten, selbst einen Anwalt als Berater an der Seite zu haben. Wegen der Waffengleichheit. Aber gut, George war halt immer schon ein sonniges Kerlchen. Übertönt worden sei die Zeremonie, so lesen wir, von dem Geschrei städtischer Bediensteter. Angeblich ging es da aber lediglich um einen Proteststreik. Wir hätten geschworen, es sei so ähnlich gewesen wie in dem Werbespot: dass Amal, um sich Georges Nach-Heiratsurkunden-Nespresso-Tasse zu krallen, herumposaunt hätte: "George Clooney is inside!" * Nur ganz böse Zungen behaupten, dass es sich Verteidigungsministerin von der Leyen verbeten hat, von uns, von mir und meinem Kater Bébé, "U-Boot-Ursula" genannt zu werden. Die Bundesmarine habe gar keine U-Boote mehr. Das letzte sei in der Schlacht am Speyerbach, laut Wikipedia am 15. November 1703, südwestlich von Speyer im Rahmen des Spanischen Erbfolgekrieges gesunken. Dementiert hat das Ministerium auch Gerüchte, angesichts einer nur noch bedingt vorhandenen Abwehrbereitschaft erwäge man, sich die Abwehr von Bayern München auszuleihen, und als Geheimwaffe für den Angriff sei Loddar Matthäus im Gespräch, weil er jeden Feind in den Abgrund quasseln könne. Weder dementieren noch bestätigen wollte das Verteidigungsressort, dass man mit Christian Wulff im Gespräch sei, damit der den Streitkräften ein bekanntes Bobbycar zur Verfügung stelle, selbstredend gegen eine angemessene Leasinggebühr. Nicht erfolgversprechend scheinen dagegen Gespräche mit der ehemaligen bayerischen Staatskanzleichefin Christine Haderthauer und ihrem Ehemann "Hubsi" verlaufen zu sein, bei denen es angeblich darum ging, ob man von Dreifachmördern in psychiatrischen Anstalten gebastelte Modellautos nicht einfach dadurch zu vollwertigen Kampffahrzeugen machen könnte, indem man sie proportional aufbläst. Wofür wiederum Loddar im Gespräch war. * Wir hätten da ja eine viel bessere Idee. Es ist ja so, dass berühmte Persönlichkeiten anlässlich runder Geburtstage auf Geschenke verzichten und stattdessen Spenden für Notleidende auf die Beine stellen. Da fügt es sich sehr schön, dass dieser Tage der wunderbare Sänger Udo Jürgens 80 wurde. Und da liegt doch nichts näher, als dass er einen seiner wunderbaren Flügel stiftet, damit der Bundesluftwaffe wenigstens ein bisschen geholfen wäre, und außerdem noch einen seiner berühmten Bademäntel, für die Marine. Wir nennen diese ganz wunderbare Aktion "Udo für Ursula - aber bitte mit Sahne", und wenn dabei am Ende irgendein finanzieller Mehrwert zu Buche steht, dann bitten wir um Überweisung auf unser Konto...kleiner Scherz. Überhaupt will uns scheinen, dass dieser sensible Udo Jürgens schon vor langer Zeit die aktuell schwierige Lage der Frau von der Leyen in seinen Liedern visionär erahnt hat. Denken wir nur an "Es wird Nacht, Senorita" (1969). O ja, o ja, es könnte bald ganz duster werden für Ursula. Oder an das kafkaeske "Warum nur, warum" von 1964. Da heißt es: "Warum nur, warum//muss alles vergeh‘n//ohooo oho//warum nur, warum//bleibt gar nichts besteh‘n". Ist allerdings blöd gefragt, denn wenn Du nicht nachbesserst, merkt man‘s irgendwann. Manche nennen das die Botox-Theorie. * Wir lesen fasziniert bei "Spiegel online": "Eine Frau sitzt in einem Laden und probiert Schuhe an. Oder: Eine Frau steht in eng anliegender Bluse vor einem Kleiderschrank." Das seien Bilder einer Werbekampagne, mit der - wir weinen - die Bundeswehr auf ihrer Website dafür wirbt, dass Frauen zu ihr kommen. Slogan: "Ihr Leben ist bunt und abwechslungsreich. Ihr neuer Job ist es auch." JA! SUPER! Bunt und abwechslungsreich, das U-Boot säuft ab und der Heli bricht zusammen. Aber "Spiegel Online" beklagt was ganz anderes: "Die Kampagne suggeriert: Frauen werden gesucht, weil sie gut aussehen, und Frauen interessieren sich nur für Schuhe." Wir sagen: Hallo, geht‘s noch? Was heißt hier "suggeriert"? DASISTDOCHDIEGOTTVERDAMMTEWAHRHEIT, ODERWIE? An dieser Stelle, verehrte Leser und liebe Kinder, verabschiedet sich Euer Kolumnist schon mal, weil er von feministischen Bundeswehr-Rekrutinnen wahrscheinlich alsbald an den nächsten Baum gehängt wird. Es war schön mit Euch, es war nicht bös‘ gemeint, wir, mein Kater Bébé und ich, wir wollten doch immer nur spielen.