09.11.2017 – Gut beschäftigt

Die Rheinhessische Weinkönigin Lea Kopp. Foto: photoagenten / Alessandro Balzarin

Lea Kopp ist die amtierende Rheinhessische Weinkönigin, kommt aus Nierstein und berichtet hier von ihren Erlebnissen.

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. Fünf Wochen nach meiner Wahl zur rheinhessischen Weinkönigin hat sich der erste Trubel etwas gelegt, aber ich habe wirklich viel zu tun. Bisher gab es nur drei Tage, an denen ich keine Termine hatte, aber es macht richtig Spaß. Besonders die vielen Empfänge und Weinproben waren sehr beeindruckend, lustig und ziemlich trinklastig.

Am Tag der Deutschen Einheit durfte ich in Mainz Angela Merkel die Hand schütteln, beim Weinforum in Mainz die Studenten vom "Studi-Express" herumführen. Besonders lustig war meine erste Dienstreise nach Friesenhagen. Das liegt im Westerwald. Der dortige Ortsbürgermeister hatte mich als Überraschungsgast zum 50. Geburtstag einer dort ansässigen Modulbaufirma eingeladen, weil der Chef ein riesengroßer Fan von Rheinhessen und seinen Weinen ist. Nach der Galaveranstaltung ging die Party bis fünf Uhr morgens.

Ja, ich bin gut beschäftigt. Da freue ich mich, wenn ich in einer Pause mal meinen neuen Dienstwagen spazieren fahren kann. Ich habe spontan meine Mama mitgenommen, obwohl es bitterkalt war, haben wir das Verdeck geöffnet, die Sitzheizung angemacht und sind durch die umliegenden Dörfer getingelt. Manchmal habe ich so wenig Zeit, dass ich mich für meine Termine in der Kita Schwabsburg umziehe, wo ich gerade meine Ausbildung mache. Die Kinder sind immer ganz begeistert, wenn sie mich mit meiner Krone sehen, einige sprechen mich nur noch mit "Frau Weinkönigin" an.

Apropos Weinkönigin: Ich durfte mir auch das Finale der Deutschen Weinkönigin vor Ort anschauen. Dabei habe ich eines fürs nächste Jahr gelernt: Das Wichtigste wird sein, dass ich auf der Bühne genauso locker bin wie bei der Rheinhessen-Wahl. Und mein Englisch muss ich noch etwas aufbessern. Aber dafür habe ich ja noch fast ein Jahr Zeit.