Konzerte im Wormser Dom: Neue und alte Meister auf dem Programm

Kirchenmusik ist als Quelle interessanter Konzertliteratur aktueller denn je, denn sie bietet einen riesigen Fundus an alten wie neuen Werken und steht für ausgesuchten...

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WORMS. Kirchenmusik ist als Quelle interessanter Konzertliteratur aktueller denn je, denn sie bietet einen riesigen Fundus an alten wie neuen Werken und steht für ausgesuchten Kunstgenuss. Zwischen März und November dürfen sich die Wormser auf zehn Domkonzerte mit Werken aus verschiedenen europäischen Ländern, von der Renaissance bis in die aktuelle Gegenwart, freuen.

Domkantor Dan Zerfaß hat als künstlerischer Leiter ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Renommierte Chöre, Organisten und Dirigenten aus Frankreich, Italien und England, exzellente deutsche Künstler sowie bewährte heimische Ensembles bringen den Dom zum Klingen. Neues zu entdecken gibt es sogar unter altehrwürdigen Komponisten. Wer kennt schon die Salzburger Domkapellmeister Heinrich Ignaz Biber, Johann Ernst Eberlin und Johann Michael Haydn? Zusammen mit Wolfgang Amadeus Mozart bilden sie das Komponisten-Quartett für das Auftakt-Konzert „Festmusik am Salzburger Dom“, das unter der Leitung von Dan Zerfaß den Wormser Dom mit dem collegium vocale, dem collegium instrumentale und Solisten im Glanz barocker und klassischer Klänge strahlen lässt. Ein Höhepunkt dürfte das Oratorium „Le voyage du Martin“ sein, komponiert 2016 zum 1700. Geburtstag des Heiligen Martin von Tours, aufgeführt vom Kinder- und Jugendchor des Konservatoriums von Tours. Zwei Orgelkonzerte von international renommierten Interpreten, Ruben Sturm und Alessio Corti, stellen die Orgel als Konzertinstrument in den Mittelpunkt und orientieren sich inhaltlich am Thema Reformation. Diesem Schwerpunkt widmet sich auch ein Doppelkonzert: erst in der Dreifaltigkeitskirche ein offenes Singen unter dem Dirigat von Ellen Drolshagen, mit dem Wormser Bachchor und dem Bläserensemble in Hessen und Nassau „Davon ich singen und sagen will“, eine Stunde später im Dom „Dass alle eins seien – Kirchenmusik zwischen den Konfessionen“ mit der Lebuinus-Kantorei Deventer, Leitung Kirstin Gramlich, und dem collegium vocale unter Dan Zerfaß.