Ludwigshafen: Beim Dämmerumzug wird „Stroßefasnacht“ gefeiert

Furchteinflößend wirken die diversen Hexengruppen. Sie wollen aber nur spielen – und Spaß machen. Foto: Kunz  Foto: Kunz

Prächtige Stimmung und gute Laune hat bei der 13. Straßenfasnacht und dem siebten Dämmerumzug in der Chemiestadt geherrscht. Unter dem Motto „ Die Stroßefasnacht im 13te...

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LUDWIGSHAFEN. Prächtige Stimmung und gute Laune hat bei der 13. Straßenfasnacht und dem siebten Dämmerumzug in der Chemiestadt geherrscht. Unter dem Motto „ Die Stroßefasnacht im 13te Johr, un des fers Volk, is des net klor!“ startete am Samstag die Ludwigshafener Fasnacht in ihre neue Saison. Die Guggemusiker der „Huddelschnuddler“ feierten zusammen mit zahlreichen befreundeten Vereinen und Christoph Heller, Ortsvorsteher der Südlichen Innenstadt, sowie Ex-Miss-Ludwigshafen Anita Hauck den Auftakt zur fünften Jahreszeit.

Highlight war der Dämmerumzug mit 50 Zugnummern und mehr als 1000 Teilnehmern. Unzählige Besucher säumten die Strecke, die vom Theaterplatz durch die Bismarckstraße über die Festmeile der Vereine bis zur Bühne am Rathaus führte. Dabei sorgten Hexen, Guggemusiker und Karnevalsvereine für ein buntes Treiben. Mit von der Partie waren die „Hexen vum Grobrunn“ aus Nußloch und die „Woogbach-Hexe“ aus Neulußheim mit ihren weißen Holzmasken und beleuchteten Besen. Furchteinflößend waren die „Verlorenen Seelen“ und gruselig waren die „Flachshexen“ aus Hauingen bei Lörrach mit ihren langen Holzmasken mit Lichteraugen. An goldige Igel erinnerten die „Klosterbergtrolle“ aus Bruchsal mit ihren niedlichen Masken. Für viel Musik sorgten nicht nur „Die Huddelschnuddler“ in ihren Afrika-Kostümen, sondern auch die „Grawama Spargelbadscha“, der Musikzug Freinsheim und die „Heartliner“.

Zecher, Glücksritter und verlorene Seelen

Mit zum Tross gehörten auch die Karnevalsvereine der Stadt und Region wie die „Rheinschanze“, die „Eulen“, die „Fidelen Zecher“, die „Glücksritter“ sowie die der „Erste KV Limburgerhof“ und die „Wasserhinkle“ aus Altrip. Für die besten Gruppen, die beim Umzug mitmachten, gab es einen Preis. Mit ihren bunten Vogelkostümen kamen die „Veriggde Feijaveggel“ aus Wiesenbach bei Heidelberg auf den ersten Platz. „Chip-Chip-Helau! Wir sind total begeistert und trinken jetzt den Sekt aus Pälzer Dubbegläser“, freute sich deren Vorsitzende Helga Leibfried. Die „Guggemusik Domguggler“ aus Speyer belegten den zweiten Platz, die beleuchtete Fußgruppe der „Karnevalgesellschaft Farweschlucker“ den dritten. Dem Publikum gefiel das bunte Treiben. „Ich komme aus der Gegend von Köln. Ich finde es toll, dass es so einen tollen Umzug in Ludwigshafen gibt. Als Kölsche Jeck ist das ein großartiger Start in die fünfte Jahreszeit“, erzählte Denise Hessel (33) aus Ludwigshafen.

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Solisten, Garden sowie Musik- und Karnevalsvereine hatten zuvor ihr Können auf der Showbühne am Lichttor des Rathaus-Centers gezeigt. Trotz des Regens war dort bis in die späten Abendstunden hinein beste Stimmung angesagt. Auch dass das Feuerwerk, das von der Terrasse des Rathaus-Centers gezündet werden sollte, wegen des bescheidenen Wetters abgesagt werden musste, war nicht als Spaßbremse geeignet. Zum Abschluss, als Jens Huthoff und Band für Partyatmosphäre sorgten, war die Lebensfreude mit Händen zu greifen. „Dieser Erfolg gibt mir Recht, dass die Fasnacht auf die Straße gehört“, meinte Heller.