Mit Tempo 244 in Baustelle gerast – 12.000 Euro Geldstrafe

Immer wieder werden Raser von der Polizei geschnappt.  Foto: dpa

Statt 80 mit 244 Stundenkilometern durch eine Baustelle – das kostet einen Autofahrer nun 12.000 Euro Geldstrafe. Zudem verhängte das Gerichte eine weitere Strafe.

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FRANKFURT. Weil er mit 244 Stundenkilometern in eine Baustelle gerast ist, muss ein 53-jähriger Autofahrer eine Geldstrafe von 12.000 Euro (120 Tagessätze) zahlen. Darüber hinaus verhängte das Amtsgericht Frankfurt am Freitag eine Führerscheinsperre von zehn Monaten. Rechtlich wurde die Schnellfahrt als ein verbotenes Fahrzeugrennen gewertet. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (Aktenzeichen 3510 Js 256549/20)

Der Angeklagte war im November vergangenen Jahres auf der A3 zwischen Frankfurt und Wiesbaden unterwegs, als er bei Hattersheim (Main-Taunus-Kreis) die Baustelle mit einer Tempobegrenzung von 80 Stundenkilometern passierte. Dessen ungeachtet bremste er erst, als ihn eine Überwachungsanlage geblitzt hatte. Über das Foto wurde er identifiziert und mit dem Strafverfahren überzogen. Vor Gericht räumte er ein, am Steuer gesessen zu haben ohne allerdings nähere Angaben zum Grund seiner Schnellfahrt zu machen.

Laut Urteil war allein die abstrakte Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer innerhalb der unübersichtlichen Baustelle mit Fahrbahnverschwenkungen und -verengungen Grund für die Verurteilung. Dabei müsse an einem verbotenen Fahrzeugrennen auch kein zweites Auto teilnehmen, hieß es. Der Verteidiger hatte aus rechtlichen Gründen einen Freispruch beantragt, die Staatsanwaltschaft eine Geldstrafe.

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Von dpa