Ludwigshafen stellt Asylunterkunft unter Quarantäne

aus Coronavirus-Pandemie

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Ein Abstrich für das Testverfahren auf das Virus SARS-CoV-2. Foto: dpa

In Ludwigshafen sind zwei Personen einer Sammelunterkunft für Asylsuchende positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Stadtverwaltung reagierte mit sofortigen Maßnahmen.

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LUDWIGSHAFEN. Die Stadt Ludwigshafen hat die Bewohner einer Sammelunterkunft für Asylsuchende im Stadtteil Oggersheim unter Quarantäne gestellt, nachdem zwei Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. 171 Männer sind derzeit in der Sammelunterkunft untergebracht. Die Quarantäne bedeutet, dass die Unterkunft in den kommenden zwei Wochen nicht verlassen werden darf.

Da die Bewohner innerhalb der Unterkunft Gemeinschaftseinrichtungen nutzen oder Räumlichkeiten teilen, musste Quarantäne für alle angeordnet werden. "Wir ergreifen konsequent alle erforderlichen Maßnahmen, um eine Ausbreitung des Virus zu unterbinden. Deshalb haben wir diesen Schritt vollzogen. Wenn Menschen nah miteinander leben, ist die Gefahr, dass das Virus sich weiterverbreitet, einfach gegeben. Deshalb mussten wir schnell und entschlossen handeln", sagte Ludwigshafens Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck.

"Setzen auf klare Kommunikation"

"Wir informieren die Bewohner, was nun zu tun ist, und warum wir welche Entscheidungen treffen mussten. Natürlich ist dies keine leichte Situation, aber wir müssen solidarisch und verantwortungsvoll damit umgehen. Die Versorgung der Bewohner wird gewährleistet, niemand wird allein gelassen", betont Sozialdezernentin Beate Steeg. Die Stadtverwaltung sei auch auf solche Szenarien vorbereitet, auch wenn sie eine Herausforderung darstellten. "Wir setzen auf klare Kommunikation, damit alle wissen, woran sie sind. Diese Transparenz gilt für die Betroffenen, aber auch die Öffentlichkeit gleichermaßen", so die OB.

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Von red