Kahlschlag im Taunus soll Borkenkäfer bremsen

Von den Borkenkäfern befallene Bäume werden aus dem Wald entfernt. Symbolfoto: dpa

In einem etwa 350 bis 400 Hektar großen Waldstück im Taunus hat Hessen Forst zahlreiche Bäume fällen müssen. Ziel ist es, die Borkenkäfer-Plage einzudämmen.

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WEHRHEIM. Auf einer Fläche so groß wie mehrere Hundert Fußballfelder versuchen Waldarbeiter und Förster im Taunus, die Borkenkäfer-Plage einzudämmen. "Die einzige Möglichkeit, den Borkenkäfer zu bekämpfen, ist der Entzug des Brutmaterials", sagte Michelle Sundermann, Sprecherin von Hessen Forst. Das bedeute, dass man frisch befallene Bäume aus dem Wald entfernen müssen. Ziel der Holzernte sei es, vor der neuen Brutsaison so zumindest einen Teil der Käfer zu beseitigen.

Das Waldstück liegt bei Wehrheim-Obernhain (Hochtaunuskreis) in der Nähe des Freilichtmuseums Hessenpark. Es ist laut Hessen Forst etwa 350 bis 400 Hektar groß. In Teilen musste der Wald dort komplett abgeholzt werden. "Die Waldgebiete im Taunus leiden stark unter der Trockenheit der letzten beiden Jahre, aber auch noch unter den Folgen des Sturms Friederike im Frühjahr 2018", erklärte Sundermann. Aufgrund des Wassermangels seien die Fichten eine leichte Beute für die Borkenkäfer. Die Bäume seien geschwächt und können sich nicht gegen die einbohrenden Käfer wehren. Nahezu alle Fichtenbestände in der Region seien von Borkenkäfern befallen.

Geld bringt die Holzernte im Taunus nicht: "Finanziell ist die Aufarbeitung der Borkenkäferfichten völlig uninteressant." Aufgrund der großen Mengen sei der europäische Holzmarkt völlig gesättigt.

Von dpa