Erste Kommunen sprechen Wassernotstand aus

Trinkwasser läuft in ein Glas.  Symbolfoto: dpa

In mehreren hessischen Gemeinden ist bereits die Reißleine gezogen worden, in anderen Orten droht ein Trinkwassernotstand. Von den Auswirkungen betroffen sind vor allem die...

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WIESBADEN / DARMSTADT / GIESSEN. Erste hessische Kommunen sprechen von Notständen bei der Wasserversorgung. Versorger und Verbände mahnen zum umsichtigen Gebrauch. "Auch aufgrund der eingeschränkten Urlaubsmöglichkeiten in diesem Sommer wird mit Auswirkungen auf den Verbrauch gerechnet", sagte eine Sprecherin des Hessischen Umweltministeriums mit Blick auf die Folgen der Corona-Pandemie. Die kleine Gemeinde Grävenwiesbach, Schmitten oder Weilrod im Taunus zogen bereits die Reißleine und stellten den "Trinkwassernotstand" fest. Dort darf Trinkwasser jetzt etwa nicht mehr dafür genutzt werden, um ein Schwimmbecken zu füllen.

In anderen Gemeinden könnte dies drohen. In Kronberg oder Oberursel steht die Wasserampel auf Rot, ein Schritt vor dem Notstand. In Hessen wird nach Angaben des Umweltministeriums 95 Prozent des Trinkwassers aus Grundwasser gewonnen. Dem Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie zufolge sind wegen der lang anhaltenden Trockenheit der letzten beiden Jahre die Grundwasserstände verbreitet auf ein niedriges Niveau gesunken. Ende Juli seien die Grundwasserstände an 60 Prozent der Messstellen unterdurchschnittlich gewesen.

Von dpa