Erdbeeren in Hessen werden teurer

Erdbeeren der Sorte "Clery", die unter einem Sonnentunnel angebaut werden, liegen in einer Kiste.  Foto: dpa

Verbraucher müssen sich wohl auch auf steigende Preise bei Erdbeeren einstellen. Hessische Landwirte geben einen Einblick in ihre Situation.

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HESSEN. Angesichts höherer Produktionskosten müssen sich Hessens Verbraucher auf steigende Erdbeerpreise einstellen. Er rechne mit einem Plus von 10 bis 20 Prozent, sagte der Inhaber von Paul's Bauernhof, Reiner Paul, am Donnerstag zum offiziellen Start in die Erdbeersaison in Hofheim am Taunus. Es habe eine "Kostenexplosion" gegeben für quasi alles, was auf den Höfen für die tägliche Arbeit benötigt werde. Dennoch werde man versuchen, bei den Preiserhöhungen moderat vorzugehen.

Da die Verbraucher derzeit mit höheren Lebenshaltungskosten zu kämpfen hätten, könnten die gestiegenen Ausgaben in der Produktion nicht komplett auf die Erdbeerpreise aufgeschlagen werden, sagte der Landwirt Willi Billau aus dem südhessischen Lampertheim. "Die Menschen werden nur so viele Erdbeeren essen, wie sie bezahlen können."

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Steigende Mindestlohnpreise machen einen hohen Kostenanteil aus

Auch der steigende Mindestlohn mache den Höfen zu schaffen, er mache einen großen Anteil der Kosten aus, erläuterte Billau. Daneben seien Anti-Pilz-Mittel und Dünger zuletzt deutlich teurer geworden. Während die Ernte für Früchte auf Feldern mit Folientunnel in diesen Tagen in Hessen startet, erwartet Billau die ersten reifen Freiland-Erdbeeren in rund zwei bis drei Wochen.

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Die Erdbeerpflanzen seien gut durch den vergleichsweise milden Winter gekommen, sagte Paul. Er gehe von einer guten Saison aus. Nach Angaben des Hessischen Bauernverbandes beträgt die Anbaufläche im Land insgesamt rund 1140 Hektar (Stand 2021). Davon seien gut 938 Hektar im Freiland angebaut und knapp 202 im geschützten Anbau, dies ist vor allem ein befahrbarer Folientunnel.

Von dpa